CoreCheck Podcast
CoreCheck – Mythen & Wahrheit Der Podcast, der genauer hinschaut.
Was, wenn vieles, was im Mainstream über Gesundheit gesagt wird, einer kritischen Prüfung nicht standhält? Was, wenn Müdigkeit, Brain Fog oder anhaltende Erschöpfung mehr sind als eine Frage von Disziplin – nämlich Themen, die auf zellulärer Ebene besser verstanden werden können? Und was, wenn ein bewussterer Umgang mit dem eigenen Atem mehr Möglichkeiten eröffnet, als die meisten ahnen?
Willkommen bei CoreCheck – Mythen & Wahrheit.
Hier treffen zwei Perspektiven aufeinander, die sich zu selten begegnen: Christian Burghardt, Funktionalmediziner aus München, Gründer von MITOcare und seit über 15 Jahren mit dem Schwerpunkt auf mitochondrialer Medizin tätig.
Und Rolf Duda alias Peakwolf, Neuroregulations Experte, Biohacker, Speaker und Entwickler der Neurorespiratorischen Regulations Methode, dessen Arbeit über 10.000 Menschen erlebt haben – darunter Führungskräfte, Therapeutinnen und Ärzte.
Zwei Fachleute. Ein offenes Gespräch. Tiefgang statt Floskeln – aber nie zu kompliziert.
Was diesen Podcast besonders macht: Hier wird kontrovers diskutiert. Die beiden sind sich nicht immer einig – und genau das macht das Format spannend. Rolf bringt regelmäßig die radikalere Perspektive ein, provoziert bewusst und schießt auch mal über das Ziel hinaus.
Christian holt das Gespräch mit ärztlicher Erfahrung und wissenschaftlicher Einordnung wieder zurück. Komplexe Zusammenhänge werden dabei so erklärt, dass man sie auch ohne Medizinstudium versteht – fachlich fundiert, aber alltagstauglich.
In jeder Episode hinterfragen die beiden gängige Annahmen, diskutieren wissenschaftliche Erkenntnisse und teilen ihre praktischen Erfahrungen. Sie sprechen über Zusammenhänge im Energiestoffwechsel, über aktuelle Diskurse rund um Long COVID und Burnout, über Atemtechniken und Lebensstilfaktoren. Im Mittelpunkt steht das Causa-Logica-System von Dr. Burghardt, das danach fragt, welche Faktoren zu einem Beschwerdebild beitragen können.
Worüber gesprochen wird:
🔬 Mitochondrien im Fokus – warum die „Kraftwerke der Zelle" in Forschung und Funktionalmedizin zunehmend Aufmerksamkeit bekommen
⚡ Mythen unter der Lupe – welche verbreiteten Aussagen zur Gesundheit einer genaueren Betrachtung lohnen
🌬️ Atemarbeit verstehen – Mit Atemtechniken arbeitet und welche Erfahrungen Teilnehmende beschreiben
🔥 Long COVID & Erschöpfung – aktuelle Diskussionen, Forschungsstand und Erfahrungswerte aus der Praxis
🧬 Biohacking und Longevity – wo Selbstoptimierung sinnvoll erscheint und wo Vorsicht geboten ist
💡 Eigenverantwortung als Haltung – warum es sich lohnen kann, die eigene Gesundheit aktiv mitzudenken
🎙️ Gäste mit Profil – Stimmen aus Medizin, Sport, Wissenschaft und Wirtschaft, die neue Perspektiven einbringen
Wissenschaftlich orientiert. Persönlich. Manchmal unbequem.
Das ist kein Podcast, in dem alle einer Meinung sind. Es ist ein ehrlicher, lebendiger Austausch.Wenn du Inhalte suchst, die nicht glattgebügelt sind, sondern zum eigenen Weiterdenken anregen – dann ist CoreCheck genau dein Podcast !
CoreCheck – genauer hinhören, klarer verstehen.
⚠️ Wichtiger Hinweis: CoreCheck ist ein Meinungs-Podcast. Die Inhalte stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung dar und ersetzen keinen Arztbesuch. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultieren Sie bitte einen Arzt oder qualifizierten Therapeuten.
CoreCheck Podcast
Dauerkrank: nie richtig gesund, nie klar krank
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Morgens schon müde, ständig ein Infekt, dazu Rücken, Reizdarm oder Allergie – aber im Befund steht „alles normal". Nicht richtig krank, nie richtig gesund. Christian Burghardt nennt diesen Graubereich „dauerkrank" – und schätzt, dass mehr als die Hälfte der Menschen hierzulande darin festhängt.
In dieser Folge streiten Rolf Duda und Christian Burghardt offen darüber, woran das liegt. Rolf vertritt eine harte These: Die Informationen, um da rauszukommen, waren nie leichter zugänglich als heute – die meisten betreiben aber „aktive Gesundheitsvermeidung". Christian hält dagegen: Viele kümmern sich sehr wohl, laufen aber von einem Therapeuten zum nächsten, ohne je jemanden zu finden, der die Ursachen versteht.
Aus diesem Reibungspunkt wird ein überraschend praktischer Fahrplan: Wie kommt man heute an verlässliche Informationen? Wie findet man den richtigen Begleiter – und warum braucht es manchmal zwei, drei Anläufe? Und welche drei niederschwelligen Hebel kann man selbst angehen, ganz ohne Termin?
🎯 Das nimmst du mit:
🔬 Was „dauerkrank" eigentlich heißt – und warum der Befund oft „normal" zeigt, obwohl du fertig bist
🔬 Warum Information der erste Hebel ist – und wie man heute breit recherchiert
🔬 Das Bild vom Körper als Haus mit 30 Jahren Renovationsstau
🔬 Die drei einfachen Hebel, mit denen man ohne Therapeut anfangen kann: Bewegung, Ernährung, Atmung
🔬 Rolfs nächtlicher Mundatmer-Test – und was das Zwerchfell damit zu tun hat
🔬 Wie du mit Vorwissen UND Demut in die Praxis gehst – statt dem Arzt seine Arbeit zu diktieren
🎬 Kapitel (vor Publish mit finalem Schnitt abgleichen):
00:00 – „Dauerkrank": der Graubereich, über den keiner spricht
00:35 – Christians Definition: nie richtig gesund
02:12 – Rolfs These: zwei Lager – und das größere ist bequem
03:02 – Glaubst du überhaupt, dass Heilung möglich ist?
03:53 – Informationen sind da wie nie – der Aufwand bleibt
05:35 – Eine Patientin, die alles selbst recherchiert hat
07:11 – Alles im Leben ist ein Tausch von Ressourcen
09:00 – Wenn der Leidensdruck (noch) nicht groß genug ist
10:24 – „Klingt das nicht zu schwer?" – die Lösungen sind da
11:21 – 20, 30 Ärzte: nicht faul, sondern falsch begleitet
12:25 – Einchecken statt blind zum nächsten rennen
15:22 – Warum ein guter Therapeut erst Diagnostik braucht
16:32 – Sich vom „Da kann man nichts machen" verabschieden
18:52 – Der Körper wie ein Haus mit 30 Jahren Renovationsstau
21:12 – Warum eine Krankheit selten nur eine Ursache hat
22:38 – Wo anfangen? Zuerst einen Motivator finden
24:32 – Die drei einfachen Hebel: Ernährung, Bewegung, Atmung
27:47 – Chronic Fatigue: bewusst außen vor
28:12 – Atmung als Taktgeber: Zwerchfell, Darm, Gehirnreinigung
31:09 – Der nächtliche Test: Bist du Mundatmer?
32:17 – Erst selbst aktiv werden, dann zum Therapeuten
33:23 – Mit konkreten Wünschen in die Praxis gehen
34:56 – Demut + Vorwissen: der bessere Dialog mit dem Arzt
36:33 – Die drei CoreChecks zum Mitnehmen
37:47 – Outro: Bist du dauerkrank?
🎙️ Über die Hosts:
Christian Burghardt ist Funktionalmediziner mit Schwerpunkt mitochondriale Medizin (München). Rolf Duda (alias Peakwolf) ist Biohacker, Atem- und Nervensystem-Coach (Schweiz).
🌐 Mehr zu CoreCheck: www.corecheck.ch
📧 Bist du dauerkrank – oder warst du es und bist es nicht mehr? Schreib uns, was dich rausgeholt hat: info@corecheck.ch
⚠️ Dies ist ein Meinungs- und Gesprächsformat. Die Hosts schildern persönliche Einschätzungen und Erfahrungen – das ist keine medizinische Beratung, keine Diagnose und kein Heilversprechen und ersetzt keinen Arztbesuch. Bei chronischen oder schweren Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung zwingend.
Heute schauen wir uns ein Thema an, which in der Gesellschaft mega weit verbreitet is and doch kaum angesprochen wird. Christian, was ist dauerkrank?
SPEAKER_00Dauerkrank ist, wie du schon gesagt hast, ein Zustand eines niemals wirklich richtigen Wohlbefindens. Das geht schon los, dass du morgens aufstehst und deine ersten Beschwerden hast, zum Beispiel tu dir der Rücken weh oder die Nase ist zu, weil du gerade wieder irgendeine Allergie hast. Oder du wirst einfach nicht ausgeschlafen, müde und schlapp und fängst den Tag schon einfach mit wenig Energielos, mit Energielosigkeit an und schleppst dich auf die Arbeit, dort kriegst du dann möglicherweise einen Haufen Stress auch noch, der noch on top kommt. Du hast chronische Infektionen, Epstein-Barr-Virus ist so ein Thema, Corona-Infektionen, PostwAC kann auch mit darunter fallen heutzutage. Also du hast ständig irgendwelche Beschwerden, Allergien, Reizdarm, Müdigkeit sind so die Klassiker. Aber wenn du älter bist, dann geht es natürlich weiter. Dann geht es los mit Osteoporose, dann geht es los mit Athrose in den Gelenken, dann geht es los mit Harverlust zum Beispiel. Und das Hex auf mich. Dann geht es los mit Potenzstörungen. Also es kommen immer und immer mehr Beschwerden dazu. Und wenn man sich die heutige Bevölkerung anschaut, dann würde ich sagen, dass mindestens 50 Prozent aller Menschen, die jetzt in unserer Region leben, glaube ich, davon betroffen sind, dass sie eigentlich dauerkrank sind. Und ich finde das einen unhaltbaren Zustand, weil die Frage stellt sich natürlich, warum ist es so weit gekommen, dass in unserem Breitengraden 50 Prozent und mehr dauerkrank sind und sich nie so richtig wohlfühlen. Was haben wir, was hat die Gesellschaft eigentlich falsch gemacht, dass wir an diesen Punkt sind?
SPEAKER_01Gut, hier würde ich mal die provokante These wieder reinwerfen, dass ich glaube, es gibt zwei Lager dabei. Es gibt einmal das Lager, die wirklich Krankheiten haben, wo man vielleicht nichts für kann, also die genetisch bedingt sind, da können wir auch mal richtig drauf eingehen, oder anerzogen wurden, die systemisch bedingt sind. Sachen, wo ich irgendwas ausgeliefert war, wie in so einem Virus. Und es gibt den zweiten Teil, und der ist aus meiner Sicht wahrscheinlich viel größer, wo Leute einfach, wenn ich das ehrlich sagen kann, scheiße faul sind, sich die richtigen Informationen zu besorgen und mit dem Wissen, was heute zur Verfügung steht, aktive Gesundheitsvermeidung betreiben und halt dauerkrank sind, ja, aber weil sie sich einfach zu wenig um sich kümmern.
SPEAKER_00Das bedeutet aber, dass man auch daran glauben muss, dass Krankheit heilbar ist. Und wie viele tun das? Manche oder viele Menschen glauben ja heutzutage, dass zum Beispiel eine Allergie nicht behandelbar ist oder dass eine Arthrose zwangsläufig im Alter kommt oder dass 50% mittlerweile sterben ja an Krebs. Es ist jetzt so weit schon, dass wir 50% an Krebs gesterben haben, also größer. Das heißt, wir sind, der Krebs wird jetzt so die Nummer 1 Volkskrankheit, dass das unausweichlich ist im Alter, dass man diese Erkrankheit bekommt. Und wenn man nicht am Krebs stirbt, dann stirbt man halt an Herzinfarkt oder Schlaganfall, an kardiovaskulären Erkrankungen. Und die Menschheit ist ja tatsächlich, glaube ich, überwiegend der Meinung, dass man da gar nichts tun kann und akzeptiert diesen Zustand des Dauerkrankseins. Und das finde ich irgendwie extrem schwierig. Und ich glaube, dass es da wirklich an den Informationen fehlt, dass es auch anders gehen kann.
SPEAKER_01Gut, das kann ich eben so gar nicht mitgehen, weil die Informationen sind heute da. Und es ist leichter als jemals zuvor, sich Informationen zu beschaffen. Und das Thema haben wir ja dann nicht nur in dem Bereich Gesundheit, sondern das kann man jetzt ableiten an zum Beispiel Ernährung, das kann man aber auch aufs Bildungssystem bringen, in die Politik, ins Steuersystem. Also Informationen sind da. Das Problem aus meiner Sicht ist, dass die meisten Leute einfach nicht gewillt sind, diesen Aufwand zu betreiben, sich diese Informationen zu beschaffen und selbst für sich richtig einzuordnen.
SPEAKER_00Das heißt, wenn man dauerkrank ist, wäre so der erste Take zum Mitnehmen nach Hause. Es gibt Lösungen, aber sie kosten wieder Energie, weil man sich damit beschäftigen muss. Und dafür müsste man dann aber auch verstehen, dass wenn man sich nicht damit beschäftigt, dass die Dauerkrankheit im Alter oder mit Fortschritt im Alter immer schwieriger wird und immer schlechter wird. Das heißt, man muss wirklich frühzeitig den Mindset haben, zu sagen, okay, ich bin jetzt noch jung, ich will dieses Thema dauerkrank nicht weiterleben, ich muss jetzt was dagegen tun und dann muss ich in eine Energie reinstecken.
SPEAKER_01Genau, aber das ist ja eine Sache, die haben wir ja auch in unserer ersten Folge, wo es um funktionale Medizin ging, angeschaut. Das heißt, ich kann ja jetzt zum Arzt gehen, wenn ich krank bin und sage, ja, mir geht es nicht gut, mach mal was, dann ist aber das Kind in Brunnen gefallen. Das wird jetzt bei dauerkrank natürlich so sein, weil sonst wäre es ja nicht dauerkrank. Aber selbst dann kann man was tun. Und noch besser wäre es natürlich, dass wenn man jetzt nichts hat, dass man ein bisschen Prävention betreibt und sagt, okay, ich check mal, wie es überhaupt in mir aussieht, wie ist mein Lifestyle und ich besorge mir mal ein paar einfache Informationen. Was kann ich denn tun, damit ich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit gar nicht in die größten Fettnäpfchen reintret.
SPEAKER_00Da fällt mir nämlich eine Patientin ein, die fand ich super überragend, das ist sogar ein Extrembeispiel zum Thema Informationsbeschaffung. Das ist eine, war eine oder ist immer noch eine Unternehmensberaterin, die jetzt vielleicht so 48, 49, 50 Jahre alt ist und die hat vor drei Jahren einen Tumor bekommen. Und dann hatte sie natürlich Panik wie alle anderen auch, es ging ihr nicht gut und hat dann sozusagen Maßnahmen vorgeschlagen bekommen, die überhaupt nicht gefallen haben. Sie sollte die Brust abgenommen bekommen, sollte Chemotherapie machen, Bestrahlung, war also Mamakarzinom, Brustkarzinom. Und sie hatte einfach null Bock da drauf. Und die hat dann sich mit dieser Krankheit auseinandergesetzt, indem sie Chat-GPT gefragt hat, beziehungsweise KI befragt hat, und zwar damals noch an den Anfängen und sich, ich glaube, das war hier, da haben wir es noch anderes, andere KI-Programm, aber egal, und sich mit dem Thema im Internet auseinandergesetzt hat, also ganz viele Foren durchwühlt hat, ganz viele Bücher gelesen hat, also sich Informationen überall geholt hat und dann tatsächlich mit alternativen Wegen ihre Krankheit behandelt hat, hat dann auch noch schulmedizinische Therapie mit in Anspruch genommen, aber wesentlich weniger intensiv, als man ihr das vorgeschlagen hat und hat es dadurch geschafft, ihre Brustkrebs zu behandeln und ist jetzt frei vom Tumor und es geht jetzt wieder sehr gut. Also Information hat hier extrem geholfen, aber es war sehr viel Arbeit.
SPEAKER_01Ich glaube, im Prinzip ist ja alles, was wir im Leben tun, ist ein Austausch von Ressourcen. Und du kannst dir Ressourcen in Form von Zeit und Geld und egal, also es gibt ja X Formen von Ressourcen, kannst du halt auf dich nehmen und dann dafür sorgen, dass du eben die nötige Therapie in dem Fall bekommst. Und das haben wir ja in den anderen Folgen auch schon immer angeguckt, der Körper kann sich halt mega heilen. Also es gibt wirklich viele, viele Möglichkeiten, wo man heutzutage Lösungen für hat. Wir haben zwei, aus meiner Sicht, zwei größte Herausforderungen. Das eine ist, du musst gucken, wo kriege ich denn gute Informationen her. Das heißt, wo ist der richtige Experte und was ist noch richtig? Weil wir leben jetzt ja auch in einem Zeitalter der Desinformation. Das heißt, man wird viel mit Angst gemacht, viel bombardiert. Und dann ist es natürlich menschlich sehr verständlich, dass man sich zurücklehnt und sagt, ich kann selber nicht mehr entscheiden, was ist gut, was ist falsch und dann sich einfach sozusagen, wie heißt das, resigniert, was das angeht. Aber da muss ich sagen, da ist eben jeder selber gefordert, aus meiner Sicht, zu sagen, okay, ich kann ganz viele Dinge am eigenen Körper ja testen und sehe, wenn ich was ausprobiere, tut es mir gut oder eher nicht. Ich kann mit Leuten reden, die es gemacht haben und wirklich physischen Kontakt zu denen suchen und nicht nur ein Internetvideo mir angucken. Das heißt, wir haben die Möglichkeit heutzutage, dort diese Informationen uns zu beschaffen. Das zweite ist dann das Thema, wenn ich den Experten gefunden habe, dann ist es auch wieder hier oft mit Aufwand verbunden. Aufwand oft in Form von Geld, dass gute Therapien sehr teuer sind oder sehr zeitintensiv. Also Aufwand in Form von meiner Zeit, dass ich zum Beispiel mein Leben ändern muss, mehr Sport machen muss, anders ernähren muss, meinen Freundeskreis austauschen muss. Und das ist das, wo ich sehe, sind viele, viele Leute leider noch nicht bereit. Und dann sage ich, dann ist der Pain einfach noch nicht groß genug.
SPEAKER_00Genau, das ist das Problem. Am Anfang ist der Pain nicht groß genug. Und wenn er dann selbst groß genug ist, dann weiß man nicht, wo man ansetzen soll. Und einen guten Tipp haben wir jetzt schon für die Leute. Man muss sich einfach informieren und man sollte sich breit informieren, also überall KI mittlerweile hervorragend zum Inieren, Bücher hervorragend zum informieren, Hilfsgruppen, die man im Internet findet, auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen. Da gibt es ja Selbsthilfegruppen, wo man sich informieren kann, bei Leuten, die die Erkrankung schon hatten, informieren. Und dann braucht man natürlich abschließend noch einen Therapeuten, weil bei dauerkrank hat man jetzt auch noch das Problem, man muss sich natürlich jetzt auch von der Medizin entscheiden. Man muss sich dafür entscheiden, wo lasse ich mich dann behandeln mit den Informationen, die ich gesammelt habe. Brauche ich ja dann trotzdem noch jemanden, meistens einen Therapeuten. Also gehe ich zum Arzt und da habe ich die Wahl zwischen Schulmedizin, Standardtherapie und habe die Wahl zwischen funktioneller Medizin. Und dann habe ich ja schon wieder ein Problem, weil dann muss ich eine Entscheidung draußen und beide Medizin sind irgendwie nicht vollständig, also meistens auch dann nicht richtig gut, wenn sie isoliert betrachtet werden. Also brauche ich schon wieder einen Therapeuten, der beides macht, der Universalmedizin macht, um dann voranzuschreiten. Weil nur dann bin ich auch in der Lage, die Ursachen meiner Erkrankung zu verstehen. Und das, glaube ich, ist dann der nächste Schritt. Also tatsächlich verstehen, warum Leute überhaupt krank werden. Und zwar auf der physikalischen Ebene, auf der emotionalen Ebene.
SPEAKER_01Ja, aber ich finde, das klingt jetzt sehr hart. Also du oder sehr, sehr kompliziert und depressiv. Also das Thema dauerkrank, die Folge, die war dir ja auch wichtig, weil du einfach damit betroffen bist. Und die Möglichkeiten sind ja da. Also ich vertrete da eine ganz harte These, dass man sich eben Informationen beschaffen kann und die allermeisten Fälle von dauerkrank einfach zu faul sind, sich um sich zu kümmern. Und das muss ich so sagen, weil das ist das, was ich ja auch selber sehe, wenn ich mal krank bin. Ich weiß dann, wie schwierig das ist, diese Arbeit zu machen, zu sagen, okay, ich fühle mich jetzt schon scheiße, aber ich weiß, der Körper braucht, keine Ahnung, der braucht Erdung, der braucht Supplements, der braucht Bewegungen, der braucht irgendwas. Man ist halt dann faul. Das kenne ich eben auch an mir. Und darum verstehe ich jeden Ansatz, den man da fährt. Aber dann muss man eben mit den Konsequenzen leben. Und ich finde, was du jetzt erklärst, ist so ein bisschen so, dass es klingt so schwer. Also die Lösungen sind ja da und die sind nicht unbedingt schwer, man muss einfach nur tun.
SPEAKER_00Ja, aber selbst wenn du es dann machst, ja, ich habe ganz viele Patienten, die kommen dann und sagen, ich bin zwei Jahre krank und ich war bei 20, 30, 14 Ärzten. Den Menschen kannst du nicht vorwerfen, dass sie sich nicht beschäftigt haben. Aber die haben dann im nächsten Schritt einfach Therapeuten bekommen, die ihnen den falschen Input gegeben haben, die ihm eben nicht erklärt haben, wie du da wieder rauskommst, sondern meistens dann hinterher gesagt haben, da kann man eh nichts machen. Oder kommt die Familie, die sagt, ja, du hast eine chronische Krankheit, du kannst da sowieso nichts machen, deine Autoimmunerkrankung bleibt für immer. Deswegen glaube ich nicht, dass die meisten zu faul sind. Es gibt bestimmt viele, die zu faul sind, aber es gibt einfach, die meisten, die es nicht schaffen, glaube ich, kriegen nicht den richtigen Therapeuten, der es nicht versteht, die Ursachen zu behandeln. Und das finde ich einen ganz wichtigen Schritt, dass man, wenn man sich die Informationen geholt haben als erste Schritt, zweitens die Motivation gefunden hat, sich selber da rausholen zu wollen, dass man sich im dritten Schritt den wirklich richtigen Therapeuten holt, der in der Lage ist, funktionelle und Schulmedizin miteinander zu verbinden, sondern ein universales Wissen hat, damit man da wieder rauskommt. Da gehe ich ja mit dir.
SPEAKER_01Also ich weiß, das macht ja meine Position, macht hier nicht unbedingt jedem Freude, aber auch wenn du 10 oder 20 Mal, wie du sagst, den falschen Therapeuten geguckt hast, ist das ja eine Arbeit, die du machst. Also der Weg ist ja wie folgt. Du hast irgendwas und dann wirst du mal zu irgendeinem Therapeut gehen, zu dem, zu dem du immer gehst. Und jetzt siehst du ja, kann der dir helfen oder nicht? Und wenn du 20 hast, hat er dir anscheinend nicht geholfen. Das heißt, du bist schon das erste Mal auf die Schnauze gefallen, mit einer gewissen Art der Therapie. Und das ist ja ein Learning. Das heißt, hier kannst du einchecken und dir überlegen, okay, was ist denn da gerade passiert? Also hat der mich gut beraten, hat der mich nicht gut beraten, was hat mir daran gefallen und was hat mir nicht gefallen? Und dann kommen ja die klassischen Themen zum Beispiel von der Schulmedizin, wo die Leute meckern und sagen, ja, der Arzt hat sich gar nicht 40 Minuten meine langweilige Lebensgeschichte angehört. Oder meine Krankengeschichte, wo wir in der ersten Folge gesehen haben, klar, weil der Arzt nur sechs bis zehn Minuten Zeit für dich hat. Und jetzt ist ja die Frage, was willst du denn da vermitteln? Willst du jemanden, der dir zuhört oder willst du jemanden, der dich besser versteht? Und da kannst du schon rausgehen, wenn du der Meinung bist, dass das wichtig ist, dass sich jemand das anhört und dir jemand suchen, wo du sagst, lieber Herr Doktor, ich habe hier folgendes Problem, mein letzter Arzt, damit bin ich auf die Schnauze gefallen und ich glaube, es ist wichtig, dass ich mich jetzt erstmal 40 Minuten auskotze und dir das richtig erkläre. Und dann wirst du merken, dass dir viele sagen, nee, sorry, die Zeit haben wir nicht, oder kostet Geld. Und jetzt bist du schon zum ersten Mal in diesem moralischen Konflikt mit dir selber zu gucken, was ist dir das denn jetzt wert. Sagst dann, ja gut, dann machen wir es halt nicht und ziehst zurück und holst dir die zweite, in dem Fall halt dann schwachsinnige Meinung ab. Oder bist du bereit, entweder Geld zu investieren oder selber aktiv zu werden, aber du hast immer eine Wahlmöglichkeit. Und wenn du 30 Mal auf die Schnauze fällst, dann hast du halt 30 Mal nicht zugehört.
SPEAKER_00Okay, das ist eine harte Aussage. Das heißt, man muss praktisch nach jedem Mal, wenn man auf die Schnauze fällt, nicht einfach zum blind zum nächsten laufen, sondern man muss sich überlegen, was war da jetzt falsch gelaufen und muss dann klare Ansage machen beim nächsten Therapeuten, was man sich wünscht. Oder man muss sich den nächsten Therapeuten schon suchen, indem man einfach schon von der Webseite, von der Homepage über andere Kunden erfährt, okay, der hat mehr Qualifikationen, ich gehe also irgendwo hin, wo es besser ist.
SPEAKER_01Genau, du hast heute alle Möglichkeiten. Also du kannst, wie du sagst, es gibt zu jedem Thema, gibt es Selbsthilfegruppen. Das heißt, du kannst irgendwo hingehen und sagen, hey, ich wohne in München, ich habe Krankheit XY, wo sind hier Betroffene und wo ist jemand, der denen entweder geholfen oder nicht geholfen hat? Und dann gehst du ja nicht zu dem, der nicht geholfen hat. Wenn 30 Leute bei Google sagen, der Arzt war kacke, dann rennen er nicht hin. Und die Möglichkeiten sind ja einfach da. Und ich glaube, das ist was, was halt viel zu wenig genutzt wird, sondern man erwartet, dass jeder alles weiß. Und da muss ich auch sagen, also du kannst ja dem Arzt heutzutage mit den ganzen Informationen auch nicht vorwerfen, dass er nicht alles weiß. Sondern jeder hat Themen, die ihn interessieren, wo er reingeht, wo er gut drin ist. Und da wird er dann auch gute Erfolge haben. Weil sonst wird der freie Marktwirtschaft, wird er eh rausgedrängt.
SPEAKER_00Super, jetzt haben wir es geschafft, dass wir unseren Patienten sozusagen den Weg aufgezeigt haben, sich zu bilden. Jetzt landen sie natürlich irgendwann mal tatsächlich bei einem guten Therapeuten. Und jetzt muss man einfach wissen, wenn man dauerkrank ist, dass der gute Therapeut, der jetzt schulmedizinisch und funktionellmedizinisch arbeitet, natürlich jetzt eine ganze Menge Diagnostik braucht, um Ursachen für Dauerkrankheit zu finden, weil das nämlich nicht so einfach ist. Und gerade auf der funktionellen Ebene gibt es ja viele Möglichkeiten, warum Leute krank sind. Sagen wir zum Beispiel, Darm hast du schon angesprochen, der Darm funktioniert nicht oder wir haben ein Problem mit der Müdigkeit, also haben ein Thema mit den Mitochondrien oder wir sind eine schwarze Banane, weil wir oxidiert sind, oder wir sind übersäuert oder wir haben zu viele Giftstoffe. Das heißt, Dauerkranke müssen lernen, eigentlich sich von der Schulmedizin ein Stück weit zu verabschieden. Ein Teil dieser Schulmedizin, nämlich die, die sagt, man kann nichts tun, zu ignorieren und sich bei einem neuen Therapeuten, der sagt, oh doch, da ist mit der funktionellen Medizin was möglich, denen zu vertrauen. Das ist ja ein wichtiger Schritt. Ich glaube, viele Dauerkranke sind sich dessen nicht bewusst. Da gehe ich voll mit dir.
SPEAKER_01Und ich bin da auch kein Böse. Auch wenn ich so hart bin, ist ja einfach, ich spreche da ja aus einem eigenen Leidensweg heraus. Weil das ist das, was ich gelernt habe in diesem Bereich, wenn man mit Therapie anfängt, um mit Leuten zu arbeiten, dass genau die Themen, die wir jetzt auch besprochen haben, eben wo kriege ich Informationen her, wie finde ich den richtigen, wie soll ich herangehen, die sind wir nicht gewohnt. Und da mache ich niemanden Vorwurf, der drei, vier, fünfmal den falschen Therapeut sucht und auf die Schnauze fällt. Weil das ist heutzutage wirklich schwer und wir brauchen halt ein paar Mal eine auf den Deckel, damit wir nachher selber aktiv werden. Und dieses selber aktiv werden ist unglaublich anstrengend, es ist frustrierend, es ist zermürbend, weil man geht halt in den Kaninchenbau und man sieht, egal was man anfängt, alles hängt mit allem zusammen. Und das ist, wenn ich jetzt als oder aus der Therapiebrille das Ganze betrachte, ist das ja so ein bisschen der Frust von jedem ganzheitlichen Therapeuten. Weil wir kriegen durch Werbung und durch das System suggeriert, wenn du den richtigen Therapeut findest, hat der auch die richtige Pille. Die nimmst du einmal, wegen mir einmal am Tag und das ist schon kacke, weil die Leute das nicht tun, aber dann ist er auch weg. Dann ist das Symptom weg. Und das lernt man halt ganz schnell, das wird nicht funktionieren. Weil damit kannst du ein Symptom unterdrücken, aber nie die Ursache finden. Und selbst diese Pille, diese eine Pille zu nehmen, schaffen die meisten Leute nicht. Und das ist das, wo ich sage, das ist ein riesiges Problem, weil wenn man sich das mal anguckt, das kann ja jeder mal googeln, das größte Problem quasi der normalen Schulmedizin ist schon, dass die Leute, die Pillen kriegen für einen Monat, nach drei Monaten wiederkommen, weil sie die nächste Dosis brauchen. Also es schafft kaum jemanden, ich glaube, das sind unter 20 Prozent, die die Medizin ja so nehmen, wie der Arzt es verschrieben hätte. Und dann wundert man sich aber, dass es nicht weggeht. So, und wenn man das Ganze ganzheitlich ansieht, ist das Problem ja viel, viel größer und viel, viel schwieriger, weil dann sieht man auf einmal, die Pille wird dein Problem nicht lösen. Du musst dich anders ernähren. Und du musst richtig mit Ernährung beschäftigen und nicht mehr hier einfach verarbeitet und vielleicht Demeter, Bio, whatever, dann auch noch richtig kochen in den richtigen Ölen. Und das ist frustrierend, weil das ist überfordernd. Du musst dich quasi ein Studium machen in 100 neuen Bereichen gefühlt, nur um richtig zu essen. Dann musst du auch noch richtig bewegen, mal richtig in die Sonne gehen, deine Vitamine im Griff haben. Und das ist unglaublich schwierige Arbeit. Und ich glaube, hier können wir uns aber heutzutage uns glücklich schätzen, wie du eben gesagt hast, mit KI. Da kann ich einfach mein Leben reindiktieren und sagen, was wäre denn für mich der nächste logische Schritt? Was kann ich denn wirklich ändern? Und dann wird die mir irgendwas sagen, die KI, und dann kann ich ja auch wieder mit der reden und sagen, ja, aber das vielmehr zu schwer. Ich hatte doch wieder Bock auf Schnitzel. Gibt es da nicht eine andere Möglichkeit? Und dass ich einfach meinen Schnitzel, was weiß ich, in Butter brate statt in Sonnenblumenöl. Und dann auf einmal komme ich den Sachen ja immer näher. Und dann werde ich sowohl gemerkt, über Jahre, weil das ein Riesenprozess ist, mir nach und nach Wissen aufbauen und immer bewusster werden, wie ich mit meinem eigenen Körper umgehe. Und ich glaube, dann kommt man in eine Lage, wo man eben auch aus dieser Dauerkrankheit erst richtig rauskommt.
SPEAKER_00Richtig. Es ist ganz entscheidend, dass man das versteht. Es ist erstmal sehr lange dauert, weil wenn man viele Jahre den Karren in den Dreck gezogen hat, braucht man auch relativ lange wieder rauszukommen, denn so ein Körper braucht eine relativ lange Zeit, um sich zu regenerieren. Das hat was damit zu tun, dass je länger man krank ist, desto mehr vermüllen tatsächlich die Zellen. Man weiß das ja heute zum Beispiel von neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer zum Beispiel, dass die in den Zellen ganz viel Amyloide haben, also so Eiweißklumpen von nicht funktionellem Eiweiß, dass die ganz viel oxidativen Stress haben, also oxidierte Moleküle haben. Schlacken sagt man auch, da wird ein bisschen drüber gelacht, aber Schlacken sind einfach nur Abfallprodukte des Stoffwechsels, die selbstverständlich im Körper auch in den Zellen abgelegt werden. Es gibt ja da auch Mülldeponien in den Zellen, wo die sich sozusagen, wo das hingelegt wird. Das heißt, je älter man ist, desto schwieriger wird es, das Ganze wieder umzudrehen. Und vor allen Dingen durch die Komplexität. Denn wer dauerkrank ist und das alles macht, die Schritte, die wir gerade besprochen haben, der wird tatsächlich zur Erkenntnis kommen, dass diese Krankheiten verschiedene Ursachen haben und nicht eine. Sie haben geistige Ursachen, psychische Ursachen, sie haben sehr viele körperliche Ursachen, durch Toxine, durch Bakterien, durch Viren, durch falsche Verhaltens- und Ernährungsweisen. Und dann kommt man irgendwann, wenn man das verstanden hat, die Diagnostik gemacht hat, zu der Erkenntnis, dass man jetzt einen sehr komplexen Therapieplan braucht. Nämlich zum Beispiel zehn Supplements, Ernährungsumstellungen, neue Verhaltensweise, Sport, vernünftiger Schlaf, atmen, was auch immer. Und da wird es dann, glaube ich, richtig schwierig für die meisten Menschen.
SPEAKER_01Ja, schwierig, weil man, das ist ja das, was ich sage, schwierig, weil man nicht gewillt ist, das richtig aufzuräumen. Weil diese Komplexität, die haben wir in jedem Lebensbereich. Und wenn du einfach dein Zuhause anguckst, hast du genau dieselbe. Also wenn du statt dein Körper dein Haus so anschauen würdest. Wenn du das 20, 30 Jahre vermüllst, dann sieht das nun mal scheiße aus. Und dann hast du halt einen riesen Renovationsstau. Das heißt, du brauchst erstmal ganz viel Zeit, um das Ding aufzuräumen. Du wirst aber auch ganz viel Ressourcen brauchen, weil du wirst nicht nur merken, du musst erstmal wochenlang den Müll rausbringen, sondern du musst überhaupt schauen, was brauche ich, was brauche ich nicht. Welches Zimmer will ich denn als erstes renovieren? Und dann musst du Material kaufen, du musst anfangen zu streichen, vielleicht musst du neue Tapete machen, vielleicht musst Schimmel entsorgen. Das sind dann diese Giftstoffe, die sich festgesetzt haben. Und wir alle wissen das, weil wir es sehen in unserem Zuhause sehen. Wir alle wissen das, weil wir es sehen, oft bei unserem Auto zum Beispiel, wenn du es in die Waschanlage fährst, wenn du saugst, und da schaffen wir es irgendwie. Das ist aber genauso komplex wie unser Körper. Aber dein Auto bringst du in die Waschanlage, dein Auto saugst du, du wirst ab und zu mal den Müll raus, den Hamburger, der seit drei Wochen dahin schimmelt, der riecht irgendwann, der muss in den Müll, du bringst es zur Inspektion, wenn dir da was angezeigt wird und du weißt, da muss wieder einen Ölwechsel machen. Und ich glaube, wir müssen jetzt einfach lernen, diese Art der Sorgfalt auch wieder für den Körper zu nehmen und den nicht als etwas zu sehen, was extern einfach da gegeben ist und so funktioniert. Sondern darum muss man sich halt kümmern, genauso wie um alles andere im Leben.
SPEAKER_00Richtig. Ich glaube, dass viele von den Zuhörern und Zuschauern jetzt so ein bisschen verstanden haben, dass es eine Aktivität bedarf, aber trotzdem eigentlich nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Und vielleicht ist es gut, wenn wir mal so ein klassisches Beispiel durchspielen. So ein Patient einfach, der zu Hause rumliegt, der in der Jugend eine schwere Epstein-Bar-Virus, pfeifische Stüßenfieberinfektion hinter sich hatte, der dann Corona bekommen hat, der dann Müdigkeit bekommen hat, der vielleicht dann lange rumgelegen ist und jetzt hat er auch noch Rückenschmerzen auf einmal. Das heißt, er ist müde, Unhatrückenschmerzen, Antriebslosigkeit. Für den klingt das jetzt alles gut, dass er gehört hat, man kann da was machen, aber eigentlich weiß er ja noch nicht so richtig, wie er jetzt loslegen soll. Und ich denke, dass wir da tatsächlich so ein bisschen helfen sollten, was da jetzt der richtige Schritt ist und was man dann zum Beispiel tun könnte.
SPEAKER_01Ja, absolut. Aber ich glaube, hier gibt es ja nicht den einen richtigen Schritt, sondern die Sache, wie bei allem im Leben, ist ja, du musst einen Motivator finden. Das heißt, was wir, glaube ich, bis jetzt klargemacht haben, das Ganze ist unbequem. Und das wird unbequem sein, das heißt, das wird sich nicht geil anfühlen am Anfang, das wird massiv Willenskraft brauchen, das wird Ressourcen brauchen. Und wenn man sagt, ich habe da trotzdem Bock drauf, weil ich will wieder gesund werden, dann muss man aus meiner Sicht jetzt was finden, wo einem das am einfachsten fällt. Und das sind aus meiner Sicht, das hängt jetzt natürlich an der Krankheit ab, sind das ja Themen, wo man gucken kann, wo habe ich denn einen direkten Zusammenhang. Wenn das jetzt der Darm ist, wird es vielleicht die Ernährung sein. Und dann könnte ich mit der Ernährung anfangen. Oder es kann auch die Bewegung sein. Bei einer anderen Krankheit, du hast gesagt, Rückenweh oder sowas. Und ich brauche jetzt einen Anfang, dass ich möglichst schnell meiner Meinung nach einen Erfolg erziele. Dass ich sehe, irgendwas wird besser, weil dann baue ich auf einmal Motivation auf und will auch dranbleiben. Und dann kommt ja Hunger auf mehr.
SPEAKER_00Das heißt, man braucht vermutlich einen Coach am Anfang oder einen guten Therapeuten, damit einem der erklärt, wie das Ganze funktioniert, was ja heutzutage nicht ganz so einfach ist, weil gerade Therapeuten, die universale Ansätze fahren, ja gar nicht so viele sind. Aber im Großen und Ganzen ja, man muss mit den Dingen anfangen, die leicht umsetzbar sind, zum Beispiel einfach in der Ernährung, auf eine Rohkosternährung gehen, wenn es funktioniert, weil die liefert viel Elektronen, die liefert viel Energie, die Kohlenhydrate weglassen, viel Öle nehmen, weil Öle direkt Energie geben fürs Gehirn, Ketone nehmen. Ketone kann man auch kaufen, weil die direkt Energie fürs Gehirn geben. Also so kleine Schritte machen, mit denen man loslegen kann, damit man dann so eine gewisse Motivation auch hat, in die Recherche zu gehen und irgendwas zu verändern. Und dann braucht man natürlich einen guten Therapeuten, der wirklich auch in der Lage ist, auf der Stoffwechsel-Ebene zu schauen. Das heißt, ich würde wirklich jedem empfehlen, dann diesen Schritt zu gehen und funktionelle Medizin umzusetzen und vor allen Dingen mal auf der Ebene des Dames, des Mikrobioms, auf der Ebene der Mitochondrien, der Zellgesundheit blutwerde zu machen, um sich dort vielleicht die ersten Lösungswege zu suchen.
SPEAKER_01Okay, hier würde ich einen anderen Ansatz fahren, weil da sehe ich genau diese Frustration, was du am Anfang gesehen hast, dass viele Leute, die sagen, okay, ich will das jetzt machen und jetzt fangen die halt mit dieser Reise an und haben nachher 20 Therapeuten durch, wo sie dann merken, das sind nicht die richtigen. Das heißt, wenn man Bock hat auf einen Coach und jemanden ist, der so weit ist, zu sagen, ich will das Ganze jetzt effizient und schnell angehen, ja, dann mach dich auf die Suche nach einem Therapeut, aber mach das eben mit Sinn und Verstand, dass du eben Selbsthilfegruppen guckst, dass du siehst, hat der wirklich Ahnung von dem spezifischen Bereich, den du gerade hast, und wenn ja, welche Therapie will der dir vorschlagen? Geht das mit dir einher, dass du sagst, habe ich ein gutes Gefühl oder eben nicht? Ich selbst würde sagen, wenn das Leute hören, fang erstmal einfach an. Also wenn du siehst, du hast irgendwo ein Problem, schau doch mal, was ist denn das Einfachste, das Logischste, was ich machen kann, um zu gucken, geht es mir besser? Und für viele Leute ist das einfach ganz einfache Themen wie Bewegung. Also fang einfach an mit 10.000 Schritten am Tag. Es gibt EX Sachen, wo jeder mit seinem EyeWatch oder Ring heutzutage trackt, um zu gucken, kommst du denn auf 10.000 Schritte, dass du einfach mal Bewegung hast. Weil Bewegung sorgt ja schon mal für ganz viel im Körper. Wir haben nur unser Herz als aktive Pumpe, die pumpt nur Blut. Das ganze Lymphsystem, wo es darum geht, Giftstoffe auch abzutransportieren, das wird durch Bewegung angetriggert. Und die meisten Leute, die sitzen einfach den ganzen Tag. Wir sitzen halt im Büro, wir sitzen im Auto, wir sitzen beim Essen. Das heißt, da fehlt es allein an diesem Basic. Und ich behaupte mal, dass viele Dinge damit schon besser werden. Das nächste wäre dann die Ernährung. Da kannst du auch einfach mal sagen, was passiert denn, wenn ich mal faste oder wirklich mal einfach nur eine Scheißwoche mich wirklich gesund ernähre. Und sage, ich esse mal nur den Salat oder nur Rohkost oder egal was, über mir auch nur Fleisch, dass du kein Niveau gehst, aber zieh mal eine Ernährungsform zumindest mal eine Woche durch und guck mal, was macht das mit dir? Und die meisten Leute werden da eine Verbesserung finden. Und ich glaube, diese Art der Verbesserung schafft eine Motivation, dass du dann bereit bist, mit der Energie, die dadurch frei wird, den nächsten Schritt zu gehen. Und der wird es sich alleine ergeben.
SPEAKER_00Ich glaube, dass die Ernährung tatsächlich ein riesiger Schritt wäre und die ist leicht umzusetzen. Ich glaube, Bewegung, wenn ich an die Chronik-Fatig-Patienten denke, ist nicht so leicht. Aber gibt dir noch eine andere Möglichkeit anzufangen, das ist etwas, was du ja besonders gut kannst, Atmung. Gibt es denn eine Atentechnik, die wirklich jeder umsetzen kann, auch wenn er chronisch müde ist, wenn sie ihm richtig schlecht gibt? Gibt es eine Atentechnik, mit der man anfangen könnte?
SPEAKER_01Also ich muss hier die Chronik-Fatigue-Leute und also alles, was mit der Müdigkeit ist und da müssen wir wirklich außen vor nehmen, auch von dauerkrank würde ich die außen vornehmen, weil das ist eine krasse Erkrankung. Und die kann, die kann wirklich gefährlich sein, egal was du da machst. Gerade wenn du dann nachher auf dein Pacing aufpassen musst und da da drüber kommst und deine Crashs kriegst. Also da haben wir mal ein Video drüber gemacht und ganz viele Zuschriften gekriegt, wo die Leute mir nochmal den Kopf gewaschen haben, im Sinne, du hast das zu lustig rübergebracht. Das macht dich kaputt, die Krankheit. Und dann war das nie mein Ansinnen, Leuten da vom Kopf zu stoßen. Und das ist es auch jetzt nicht, wenn das hier ein bisschen hart ist in diesem Podcast-Gespräch. Ich sehe einfach, viele Leute mit anderen Krankheiten sind nicht so stark im Pain, dass sie wirklich aktiv was tun. Und das ist was, wo mich stört, weil wenn man nicht will, dann kann einem auch nicht geholfen werden. So, und deshalb Chronic Fritig würde ich mal raus, da können wir vielleicht mal eine eigene Folge zu machen, weil das ist ein Riesenthema für sich. So, für alle anderen Leute lohnt es sich auch hier mit der Atmung logischerweise zu experimentieren. Warum? Weil ich habe eben gesagt, Bewegung finde ich geil. Der größte Taktgeber in unserem Körper für Bewegung ist unsere Atmung. Weil wenn man mal anguckt, was die Atmung macht, wenn mein Zwerchfell sich richtig bewegt, das heißt, ich atme mit der richtigen Zungenposition, oben am Gaumen, durch die Nase ein, mit Hilfe meines Zwerchfells, dann geht mein Zwerchfell runter, massiert meinen Darm. Das habe ich 900 Mal pro Stunde, wo ich atme. 900 Mal tue ich meinem Darm jetzt was Gutes, sagt dem, beweg dich, eben Giftstoffe hin, Nährstoffe hin, Giftstoffe weg. Habe ich, glaube ich, in einer anderen Folge schon mal erklärt. Und das ist für mich einer der zentralsten Zusammenhänge ever. Und dafür brauche ich keine spezielle Technik. Ich muss nur schauen, funktioniert mein Atem funktional, also so wie er soll und arbeitet der für mich. Und das tut er immer dann, wenn das Zwerchfell runtergeht. Das macht aber noch mehr. Das zieht ja auch über die Wirbelsäule ein bisschen mein Hirnstamm runter und pumpt zum Beispiel gerade in der Nacht mein Gehirn durch. Weil du hast eben über Alzheimer geredet und über die Ablagerungen, die halt im Gehirn entstehen. Wenn wir uns mit Schlaf beschäftigen, dann sammeln wir ungefähr sieben Gramm Giftmüll jeden Tag im Gehirn an. Und wie geht der weg? Der geht weg, indem das Gehirn in der Nacht abschwillt und dieses gelympathische System, das ist ja unser Lymphsystem im Gehirn, das wird durchgespült, um diesen Giftmüll wegzutransportieren. Die Pumpe für dieses Wasser, die macht aber mein Zwerchfell mit der Atmung, indem es meine Wirbelsäule immer wieder runter und hochzieht. Und wenn ich jetzt nachts wach werde, weil ich zum Beispiel Durst habe, weil ich Pipi muss, weil ich weiß, ich schnarche, dann weiß ich, bin Mundatmer. Wenn ich Mundatmer bin, weiß ich, mein Zwerschfell funktioniert nicht richtig. Also habe ich schon acht Stunden in der Nacht keine geile Gehirnreinigung. Und das sind Themen, wo man sich über Atmung, können wir auch mal eine eigene Folge zu machen, mega geil mit dem ganzen Thema auseinandersetzen kann.
SPEAKER_00Da muss ich jetzt nachfragen. Wenn ich nachts Pipps, bin ich Mundatmer. Ja, bin ich sicher.
SPEAKER_01Also das kann natürlich der einfachste Grund ist, du hast einfach viel zu viel getrunken. Du sitzt jetzt mit Kollegen da, ziehst dir deine zwölf Bierarms, dann musst du logischerweise pinkeln, weil das dein Körper gar nicht halten kann. Aber wenn du das nicht hast, das heißt, du hast nicht zu viel getrunken, dann passiert folgendes. Du atmest durch den Mund, das ist ja meine These. Durch den Mund verlierst du sehr viel Feuchtigkeit. Das kann jeder testen, wenn wir mal das Gesicht einfach an Spiegel halten, durch die Nase ausatmen, immer kleinen Nebelschmetterling, durch den Mund haben wir eine Riesenwolke. Und das ist Feuchtigkeit, die du verlierst. Das sorgt aber dafür, dass dein Nervensystem nicht richtig runterfahren kann, weil deine Nieren auch nicht deaktiviert werden, weil deine Nieren sind auch über das Zwerschpfer mit einer Faszienbrücke verbunden. Und wenn Zwerschpfer runterzieht beim Einatmen, zieht es die Nieren runter und deaktiviert damit die Stresshormone. Das heißt, du bleibst in einem eher sympathischen Zustand, bist also aktiver. Damit haben die Nieren höhere Natriumschwämme und deshalb musst du halt Pipi machen und du hast Durst. Also Pipi machen nachts und Durst haben ganz klassische Mundatmer.
SPEAKER_00Okay, also wir haben jetzt schon viel gelernt. Für dauerkrank heißt die Atmung kontrollieren, mit Bewegung anfangen, die Ernährung umstellen. Und diese Dinge kann man eigentlich schon ohne Therapeut einfach durch Recherche mal versuchen. Und dadurch kann man natürlich, durch die Atmung alleine kann man seine Mitochondrien verbessern, die Sauerstoffmenge im Blut erhöhen, damit auch die Funktion der Mitochondrien steigern. Und die Mitochondrien sind zum Beispiel wichtig fürs Immunsystem. Man kann dadurch das Immunsystem hochfahren, zum Beispiel für die Leute mit chronischen Infekten. Ernährung liefert ganz viele Mikronährstoffe, wenn sie biologisch ist, wenn sie sauber ist, liefert Elektronen, liefert Photone. Licht kann ja auch in dem Lebensmittel gespeichert werden. Gesunde Gemüse und Früchte zum Beispiel enthalten auch viele Lichtmoleküle, die auch wichtig sind für das Leben und für die Gesundheit. Und Bewegung sowieso. Ohne Bewegung tut auch entgiften. Laktat wird abgebaut über die Bewegung. Also insgesamt haben wir mit dieser Dreierkombination schon mal einen richtig schönen ersten Step. Aber wenn wir das dann immer noch nicht geschafft haben, dann dürfen wir doch zum Therapeuten, oder?
SPEAKER_01Du, ich bin der Erste, der sagt, Therapeuten sind geil, aber den Weg, das ist ja ein Gedankenschritt, den man erstmal machen muss. Und dann ist halt das Ding, willst du, dass der dich gesund macht? Also willst du eine Passivität, dass du hingehst wie bei einer Massage und sagst, tut weh, mach mal. Das ist ja beim Physiotherapeut das Problem. Oder bist du gewillt zu sagen, tut wirklich weh, was kann ich machen? Weil die Leute rennen zur Physiotherapie, weil die Kasse zahlt, Massage ist gut, aber morgen tut wieder weh. Der Physiotherapeut, der massiert sich aber nicht nur, der sagt, ja, guck mal, damit das nicht mehr weh tut, musst du voll eine Übung machen. Machen die Leute auch nicht. Das heißt, wenn du dir einen Therapeut suchst, dann überleg dir auch, bist du bereit, die Arbeit zu machen.
SPEAKER_00Genau, und geh am besten auch schon mit zum Therapeuten und sag, was du möchtest. Genau. Weil du dich informiert hast, gehst du hin und sagst, hier, ich habe eine chronische Infektproblematik, ich möchte mal bitte nachgeschaut haben, ob meine Mithorondeln funktionieren, ob meine Zellkraftwerke gut sind, ob die Durchblutung bei mir funktioniert, ob meine Schilddrüse funktioniert. Also ich kann ja auch schon mit Aufgaben zum Therapeuten gehen und tatsächlich einfordern, was ich möchte. Und da ist es immer ganz wichtig, auch zu wissen, dass man das ja auch dann mal bezahlen kann. Man kann auch dem Therapeuten sagen, ich möchte ein spezielles Blutbild haben, das ich auch gerne bereit bin zu bezahlen, sodass der Therapeut schon mal weiß, der möchte mehr. Weil die normalen Ärzte sind ja gar nicht darauf ausgelegt, dass sie zum Beispiel dem Patienten empfehlen, extra Untersuchungen zu machen, sondern die machen einen Standard. Und wenn ich dann aber weiß, hier, ich kann auch mehr haben von jedem Hausarzt, dann kann ich das dem sagen und vielleicht sogar schon recherchieren. Ich kann mir Labore anschauen, was gibt es.
SPEAKER_01Oh, jetzt muss ich mir mal hier für die Therapeuten-Kurs einstehen. Das wundert mich, dass das jetzt von dir kommt, weil das sehe ich ja ein bisschen Leute wie ich. Ich würde ja so einen Ansatz ungefähr für mich sehen, wenn ich immer zum Arzt gehe. Ist ja der Albtraum von jedem Arzt oder Therapeut. Das sind irgendwelche Hongs, die sich halbwissen im Internet zusammengesucht haben und die jetzt deine Arbeit diktieren wollen. Und ich glaube, wenn man sich einen Therapeut sucht, sollte man A wissen, was man von dem will und eine grobe Idee haben. Das ist wichtig. Aber man sollte auch B, die Demut haben, zu sagen, okay, vielleicht kann ich mit dem gemeinsam einen besseren Ansatz machen. Das haben wir ja auch in anderen Folgen zum Beispiel beim Darm geschaut, wo ich ja gesagt habe, guck mal, wir können ja Stuhldiagnostik machen, wo du gesagt hast, ja, aber das macht erst nach bestimmten Schritten Sinn. Und das muss der Therapeut mir natürlich ja auch sagen dürfen, dass er sagt, Rolf, ist geil, dass wir deine Scheiße mal einschicken sollen. Können wir auch machen, also kostet einfach so viel. Ich würde aber vorgängig einfach mal eine Eigendiagnostik dir empfehlen, die kostet nichts. Oder mit Blutbild arbeiten, weil da sehen wir schon, ob der Darm möglicherweise ein Problem hat. Und ich glaube, das ist auch was, was man nicht vergessen darf.
SPEAKER_00Auf keinen Fall, man muss immer in Dialog mit dem Arzt gehen und muss dem Arzt auch erklären, warum man das möchte und der Ärzte erklärt einem dann vielleicht auch, warum das nicht sinnvoll ist. Aber trotzdem, viele Ärzte erwarten nicht, dass diese Patienten diesen Weg gehen, dass sie sich vorher selber informieren, wie du schon gesagt hast, und sind dann sogar überrascht, wenn das passiert. Aber ich denke, dass die meisten Ärzte es positiv empfinden oder Therapeuten, wenn jemand kommt und schon Vorwissen hat, wenn er jetzt nicht eine Dreiviertelstunde dann zuschwallt, sondern hier sagt, das und das habe ich gelesen, könnt ihr mir vorstellen, das und das zu machen, was halten sie davon und dann geht man halt in den Dialog. Genau, das glaube ich auch. Aber das wäre der nächste Schritt und dann sollte man so ein bisschen in diese funktionellen Thematiken reingehen und dann dementsprechend auch, wenn man dann die Ergebnisse kriegt, dann den nächsten Schritt geben, nämlich die therapeutischen Optionen der funktionellen Medizin und der Schulmedizin einfach auch umsetzen.
SPEAKER_01Amen.
SPEAKER_00Amen.
SPEAKER_01Ich glaube, das war, also genau wie du sagst, bin ich dabei. Ich glaube aber, das war eine heftige Folge, die auch nicht unbedingt bei jedem gut reinkommt, weil man sieht, es ist Arbeit. Es ist heftig, es ist Arbeit, aber da führt kein Weg dran vorbei. Darum, was sind hier unsere drei Corechecks, die gute Laune machen, Christian?
SPEAKER_00Corecheck Nummer eins, dauerkrank ist in der heutigen Zeit kein Muss. Es geht auch anders.
SPEAKER_01Corecheck Nummer zwei, Information ist König. Du selbst bist in der Lage, dir Informationen heutzutage beschaffen und je mehr du da hast, desto zielgerichteter kannst du vorgehen.
SPEAKER_00Core Check Nummer drei, damit das funktioniert, brauchst du einen Coach, einen Therapeuten, einen Arzt oder einen Ärztin an deiner Seite. Such dir also den richtigen für dich aus und manchmal brauchst du vielleicht zwei oder drei Anläufe, aber deine richtige professionelle Begleitung ist extrem wichtig.
SPEAKER_01Geil. Christian, ich danke dir viermals für das coole Gespräch. Und ich danke euch auch, dass ihr wieder so lange dran geblieben seid. Ich weiß, das Thema heute war ein bisschen provokativer, aber man sieht eben auch, es gibt viele Facetten von diesen einzelnen Themen. Darum schreib uns gerne auch mal in die Kommentare. Bist du dauerkrank? Wenn ja, was plag dich? Und was haben wir vielleicht heute ausgelassen, wo es Ansätze gibt, die du dir noch wünschen würdest? Oder eben auch Krankheitsbilder, die wir in einer eigenen Folge mal dediziert anschauen können.
SPEAKER_00Und vor allen Dingen, wenn du dauerkrank warst und es nicht mehr bist, was hat dich aus dieser dauerkranken Situation herausgeholt? Christian, ich danke dir. Kocek! Kocke!