CoreCheck Podcast

Ozempic & Co.: Revolution beim Abnehmen oder riskanter Shortcut?

CoreCheck Podcast Season 2 Episode 7

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Die Abnehmspritze verändert gerade, wie Menschen über Gewicht, Hunger und Disziplin denken. Doch was passiert im Körper wirklich? In dieser Folge sprechen wir über Ozempic, Wegovy & Co.: wie sie wirken, warum sie so gefragt sind, wo sie medizinisch sinnvoll sein können und welche Risiken oft zu kurz kommen. Es geht um Hungersteuerung, Muskelverlust, Nebenwirkungen und die unbequeme Frage, ob wir damit ein tieferes Problem nur chemisch überdecken. Rolf stellt die provokanten Fragen, Christian ordnet medizinisch ein. Kein Hype, keine Panik, kein Heilsversprechen, sondern ein echter CoreCheck. 

SPEAKER_00

Guten Tag zusammen! Wir haben heute ein brisantes Thema mitgebracht und zwar sprechen wir über eine Spritze, mit der Menschen Gewicht verlieren können, ohne wirklich was an ihrem Verhalten zu ändern. Und das Thema ist die Abnehmspritze Osempig. Christian, Hammer!

SPEAKER_01

Ich freue mich drauf. Also genau genommen überlege ich schon seit Monaten, ob ich nicht auch Urzempik mir spritzen sollte oder auch Vigovi oder Trullicity, wir müssen ja schon fjerweise ein paar mehr Präparate nennen. Es gibt ja auch bald die Abnehmtablette mit wahrscheinlich identischen Inhaltsstoffen. Aber ich überlege schon die ganze Zeit, ob das nicht auch was für mich wäre. Was meinst du?

SPEAKER_00

Ja, für unseren Gesundheitspodcast wäre das sicher super. Nein, aber wir wollen heute ja mal uns dem Thema von mehreren Seiten nähern. Und meine erste Frage wäre, ob wir mit dem ganzen Thema, ist das Fortschritt, dass wir sowas heute tun können? Oder ist das eher ein Wahnsignal für dich?

SPEAKER_01

Fortschritt eindeutig. Also ich bin jetzt nicht der Monsterfreund von Medikamenten, aber man muss ja immer klar sagen, es gibt diesen Fall von Leuten, die einfach ohne sie nicht zurechtkommen. Es gibt einfach eine Gruppe von Menschen, die brauchen die Medikamente einfach zum Starten ihrer Veränderung, weil sie es auf eine Art und Weise, wie du sie jetzt schaffen würdest, nicht hinkriegen. Nicht jeder kann so into it gehen, also etwas so konsequent umsetzen, wie du jetzt mit Lifestyle-Sport atmen. Es geht bei manchen einfach nicht. Und für die ist es ein Fortschritt. Und dann ist es aber wie immer, die Dosis macht das Gift, wenn sie zu viele, zu lang nehmen, unkontrolliert nehmen, sich nicht darüber Gedanken machen, was es eigentlich für eine Nebenwirkung hat. Dann wird es ein Problem. Und ich glaube, wir haben beides. Wir haben bei einigen den Fortschritt und bei anderen das Problem.

SPEAKER_00

Okay, spannend. Ich sehe das ziemlich anders. Ich glaube, wir müssen da mal vorne anfangen, damit wir die Leute gut mitnehmen können. Das ganze Thema ist natürlich ein bisschen für mich immer ein Spiegel von unserer Gesellschaft. Das heißt, wir sehen, abnehmen ist natürlich was, was unserem Schönheitsideal entspricht. Wir wollen möglichst schlank sein heutzutage. Und was wir aber auch tun wollen, ist eben nichts an Aufwand dafür haben. Das heißt, man versucht möglichst schnell, möglichst einfach eben abzunehmen. Und das ist was, wo ich merke, das funktioniert halt nicht auf allen Ebenen oder kommt irgendwann ungesund. Und ich glaube, das ist deshalb so beliebt, weil es gibt ja immer diese zwei Lager. Also was du sagst, ist halt, sind Leute, die jetzt vielleicht richtig krank sind, das irgendwo nicht schaffen. Und da, klar, kann es Gründe geben, dass das Sinn macht. Aber wo ist das Thema vor allem präsent, ist ja bei Leuten, die es durchaus schaffen würden. Also wenn ich jetzt an viele Prominente denke, wo man nachher im Gesicht sieht, dass die gerade größter Fan der Sprit sind. Oder eben diesen ganzen Lifestyle-Faktor. Und das ist halt was, was ich total bedenklich sehe. Und da können wir sicher gleich nochmal drauf eingehen. Vielleicht sollten wir aber mal anfangen, erklären, was ist das Ganze überhaupt? Erklär uns mal, wie das funktioniert.

SPEAKER_01

Also diese Stoffgruppe nennt sich GLP1-Agonisten. Und es bedeutet, sie armen ein Hormon nach. Ein Hormon, das im Zuckerstoffwechsel, im Insulinstoffwechsel und in vielen Nebenbereichen starke Wirkung zeigt. Zum Beispiel sorgt das dafür, dass die Insulinausschüttung hoch geht, was gut und negativ gleichzeitig ist, sorgt dafür, dass das Sättigungsgefühl runtergeht, was eher positiv ist, weil die Leute dann weniger essen. Und es reguliert in einer besonderen Art und Weise also den Blutzuckerspiegel, sorgt auch dafür, dass der Langzeit Blutzuckermagel HPA1C sinkt, was auch günstig ist. Aber wie du schon sagst, das hat, der, was längerfristig nimmt, natürlich so seine Nebenwirkung und auf die muss man aufpassen. Aber diesen kurzfristigen Effekt jetzt, wenn ich jetzt an so Leute denke, die dick sind wie mich und die auch versuchen, ihr Lifestyle zu ändern, aber es irgendwie nicht so vorangeht, da bin ich noch nicht ganz überzeugt, warum ich das nicht nehmen soll.

SPEAKER_00

Ich habe tatsächlich mit meinem Sohn kurz vorher gesprochen, weil der wollte halt immer wissen, was wir hier machen. Und der hat gefragt, was das Ganze ist. Und ich glaube, das macht auch Sinn für viele der Zuhörer nochmal einzuordnen. Ich habe das einfach so erklärt, es geht ja vor allem, wenn wir über das GLP1 reden, geht es darum, das ist ein Hungersignal. Das heißt, normalerweise funktioniert das so, wir essen was, da fällt halt was in den Bauch rein, in den Magen zur Verarbeitung und jetzt schickt der Magen ja an das Gehirn eine Nachricht, um zu sagen, hey, hört mal auf, da Essen reinzuwerfen, wir haben genug, wir sind jetzt satt und wir brauchen nicht mehr. Und diese Nachricht wird ja in Form eines Hormons durch den Körper getragen. Und da wollen wir jetzt andocken mit der Medizin, um eben den Hunger zu mäßigen. Ist das richtig?

SPEAKER_01

Das ist richtig, ja. Finde ich auch gut. Also das Signal, das ist ja natürlich. Und je mehr wir essen, das ist ja das Problem, also wenn wir jetzt dann unkontrolliert fressen, wie viele tun, desto mehr wirkt dieses Signal eben nicht mehr. Das ist ein gigantischer Nachteil, weil man isst dann halt einfach immer mehr und immer unkontrollierter. Und ja, das hat irgendwie auch viel mit den Essgewohnheiten zu tun, die da einfach unkontrolliert sind. So klassisch morgens Frühstück ist die wertvollste Mahlzeit des Tages. Dann brauchen wir unser Mittagessen, weil wir brauchen ja was für den Nachmittag. Dann so vom Nachmittag fertig, dann gehen wir Abendessen und hauen uns den Bauch nochmal voll, so zwischen 18 und 22 Uhr. Und das finden wir, ist normal. Aber unser GLP1 findet das überhaupt nicht normal, weil diese drei Mahlzeiten und vielleicht noch ein, zwei Snacks zwischendrin, das hat überhaupt nichts mit Normalität zu tun. Auch diese ganzen Aussagen von früher fünf Mahlzeiten am Tag, fünfmal Obst und Gemüse, kompletter Bullshit, das macht, führt zu einer Degoregulation dieses GLP1-Systems unter anderem.

SPEAKER_00

Was hat das dann für Auswirkungen?

SPEAKER_01

Wenn du ständig isst und ständige Insulinausschüttung hast und ständig sozusagen dem Körper sozusagen zwingst, das GLP1 auch auszuschütten, dann ist das System irgendwann überreizt. Also wie mit allen Systemen, wenn du das zu viel aktivierst, werden diese Systeme runterreguliert. Sie haben dann sozusagen einen Feedback-Mechanismus, der sie runterreguliert. Und dann konntest du halt aus dieser normalen Kontrolle hinauskommen, weil dann isst du viel mehr und du kriegst aber diese Signale nicht mehr. Weil das System ist ja auch irgendwann müde. Alle Systeme im Körper werden irgendwann müde, wenn sie ständig benutzt werden. Und dementsprechend bekommst du weniger Signal, weniger Völlegefühl, weniger Hinweis, dass du weniger essen sollst, dass es genug ist, dass der Körper keinen Bock mehr hat und machst immer, immer weiter und dann wirst du natürlich irgendwann richtig fett.

SPEAKER_00

Okay, und wenn wir jetzt mal da reingehen und das ein bisschen aufdröseln, was sind denn die Gründe dafür?

SPEAKER_01

Die Gründe für Ozambik und Co. Die Gründe sind tatsächlich das schwache Mindset, würde ich sagen. Also ich kann ja wieder von mir selber ausgehen. Also ich bin einfach nicht in der Lage, mich zu kontrollieren. Ich kenne das ganz genau. Sobald ich ein einzig Bissen esse, ist es vorbei. Und das ist so ein tiefer innerer Zwang. Das hat nichts mit Absicht zu tun, sondern ich versuche ja persönlich, mein Abnehmen zu machen, indem ich es eigentlich verkehrt darum mache. Wir wissen ja eigentlich, dass die wichtigste Mahlzeit tatsächlich die Vormittagsmahlzeit ist und dass man nachmittags nichts mehr essen sollte und die Regeneration gehen sollte, das wäre eigentlich für den Körper optimal. Aber bei mir ist es so, ich esse bewusst so spät wie möglich, idealerweise erst um 13 oder 14 oder 15 Uhr. Weil sobald ich meinen Mund aufmache und da was reinstecke, schalte das Gehirn um. Zack. Und dann fängt dieses Graving an. Mein Körper sagt, ich brauch, du brauchst mehr, das war lecker. Rein damit, noch mehr Schokolade, noch mehr Süßigkeiten, noch mehr leckeres Essen. Und dann kann ich nicht mehr stoppen und dann esse ich, bis ich ins Bett gehe. Und dann gehe ich mit so einem dicken Bauch ins Bett, kann nicht richtig schlafen, kriege Reflux, wenn es zu viel ist, habe eine schlechte Verdauung, schlechten Schlaf und fühle mich am nächsten Morgen gerätet. Und das geht bestimmt vielen Menschen so. Und die Frage ist, wie kriegt man das einfach mal dann unterbrochen? Und das Lifestyle eben gar nicht so einfach ein, wenn man dann auch Stress hat, so wie ich habe ständig Stress. Wie soll ich jetzt einen Lifestyle einbauen? Das ist echt schwierig. Also das ist für mich so der Grund, wo ich sage, wenn diese Menschen wirklich das nicht hinkriegen, warum dann nicht kontrolliert das mal für ein, zwei, drei Monate machen und dann aufhören? Weil das wäre durchaus denkbar. Dauerhaft das neben finde ich nicht in Ordnung, finde ich nicht in Ordnung, weil auch Medikamente dauerhaft sind eben nicht gesund sind. Und aber so ein, zwei, drei Monate müsste man jetzt übernachten.

SPEAKER_00

Spannend, wenn ich das jetzt spiegel, was ich mitgenommen habe, hast du eingestiegen mit, das ist ein Thema von einem schwachen Mindset. Na, dann hast du kurz erklärt, wie sich das bei dir verhält. Und dann kam halt jetzt ganz lange so, ja, das geht auch nicht anders. Und das ist ja quasi die Entschuldigung dafür, dass eben der Mindset da nicht stark genug ist. Aus meiner Sicht ist das halt ein Thema, wo man hinschauen könnte, weil das ist ja was, was man erkannt hat. Also jetzt in deinem Beispiel einfach hast du erkannt, dass das ein Mindset-Thema ist. Und jetzt sucht man einfach eine Umgehungslösung, damit man nichts anderes im Leben anpassen muss. Und das ist ja immer ein Thema von der Priorisierung. Also man geht ja dahin, wo es einem eben wichtig ist, bis der Pain halt groß genug ist. Und ich glaube, das ist genau das, was solche Medikamente widerspiegeln. So ein bisschen der Traum unserer Gesellschaft, dass man eben Ziele erreicht, ohne was dafür tun zu müssen.

SPEAKER_01

Richtig, es ist auf jeden Fall eine sehr komote, einfache Möglichkeit, an dieses Zielgewichtsverlust zu kommen. Wobei gar nichts tun ist ja nicht richtig. Die essen ja wirklich weniger, diese Leute, und verzichten dann auf ihr Essen. Das ist ja auch eine Belohnung, eine Befriedigung. Auf die verzichten sie schon. Ich glaube nicht, dass, ich meine, ich weiß es jetzt persönlich nicht, weil ich habe es ja selber noch nicht genommen. Ich schaffe es bis jetzt erst nicht zu nehmen, weil ich auch, weil ich die Nebenwirkung kenne. Und wenn man die Nebenwirkungen kennt, dann überlegt man sich die Dinge noch zweimal. Und das ist vielleicht der zweite Grund auch, warum Leute es so unkontrolliert nehmen, weil sie sich mit den Nebenwirkungen nicht beschäftigen. Und das kennen wir ja von einer anderen Geschichte, die ein paar Jahre her ist. Wenn man etwas macht, aber die Nebenwirkung nicht kennt, und dann macht man es, wenn man zum Beispiel durch Angst getrieben wird, viel eher, bereut es dann aber hinterher. Das kann natürlich beim Thema Abnehmenspritzen auch sein oder es ist schon so, es gibt ja schon massive Sammelklagen. Aber gut, ich kenne halt die Nebenwirkung und deswegen mache ich es noch nicht, ja. So kann ich sagen. Jetzt habe ich irgendwie den Faden verloren, glaube ich.

SPEAKER_00

Ja, aber das Spannende ist doch hier, du bist generell jemand, der gegen Medikamente ist. Also oder sehr bedacht. Gegen kann man ja gar nicht sagen, nicht als Arzt, sondern sehr bedacht, dass du schaust, wo findet man wirklich nicht drumherum und wo braucht es halt oder wo gibt es Möglichkeiten aus der Naturstoff-Ecke, mit der man eben Dinge machen kann. Und jetzt sind das immer Themen, solange man die nicht sieht, so Verborgenen, kleine Krankheiten, man hat nicht genug Energie, dann ist es natürlich immer einfach zu sagen, ja, komm, wir gehen hier mal den natürlichen Weg und machen irgendwas, sobald es aber an die Eitelkeit geht, man wird gesehen, es passiert was, dann ist auf einmal wieder so eine zweischneidige Sichtweise da. Und das ist was, was ich immer halt ganz spannend finde. Wie wird es das denn für dich einordnen?

SPEAKER_01

Also Eitelkeit, ja, Eitelkeit ist auf jeden Fall dabei, weil, wenn du so aussiehst wie ich, dann kriegst du ja erstens mal über das gleiche Feedback, ja, du gibst jetzt Gesundheitstipps, schau dir doch mal deinen Bauch an, ja. Ich sage dann zwar immer wieder, ja, guck mal in 50 Jahren, ob du noch lebst oder ich noch lebe, weil ich bin ja der Meinung, dass man auch fett alt werden kann, ja. Das ist ja nur eine Frage vom Stoffwechsel und die Sumo-Ringe, die bestätigen mir das ja auch immer wieder, denn solange die Sport machen, zum Beispiel. Da orientierst du dich ja so. Solange die Sport machen, geht es denen prächtig. Erst wenn die aufhören, geht es denen schlecht. Dann werden die nicht so alt. Das heißt, also es geht schon um die Eitelkeit, man möchte ja eigentlich auch nicht fett betitelt werden. Und dann ist es auch so, wenn man älter wird, wenn man jung ist und fett ist, das sieht noch einigermaßen gut aus. Aber wenn man alt ist und fett ist, das sieht echt gar nicht mehr gut aus. Und dann merkt man auch im Alter dann tatsächlich Schmerzen. Und mein größter Trigger ist eigentlich tatsächlich, dass ich merke, dass mir der Körper an verschiedenen Stellen einfach schmerzt und dass du unbeweglicher wirst. Und das triggert mich eigentlich persönlich. Und da ist aber auch wieder der Grund, warum ich sage, wenn ich jetzt, wenn ich merke, wie weh mir ganz manche Dinge tun, dann wäre es so ein Unzemik schon cool, um das schnell zu lösen mit dem Gewicht. Also da hat man schon, da hast du schon recht, dass man so ein doppeltes Moralverständnis ein wenig.

SPEAKER_00

Okay, was sich ja zurückhält, sagst du, sind die Nebenwirkungen. Was sind die?

SPEAKER_01

Also ja, es gibt leichte Nebenwirkungen, zum Beispiel Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Sehstörung leicht zum Beispiel. Und ja, das ist so das Übliche halt, was man, was man halt sehr häufig auf dem Beipackzettel lesen kann. Auch Konzentrationsstörungen zum Beispiel. Und dann gibt es, und da gehen wir mal gleich ein Stück weiter in die schweren Nebenwirkungen, die eigentlich die Relevanten sind, weil das andere, das kannst du eigentlich irgendwie wegdrücken, aber dann geht es auch darum, dass OZEMPI schwere Entgleisungen im Zuckerstoffwechsel machen kann und Veränderung auch der Durchblutung. Und es gibt eben ganz starke Probleme mit Netzhautablösungen, zum Beispiel sogar bei ganz vielen Leuten, die dann erblindet sind nach der längeren Einnahme von OZMP. Es gibt ganz viele Gastroparesen. Das ist ganz fies, ja. Diese Nebenbürger ist wirklich fies, also Durchblutungsstörung und Netzhautablösung, Erblindung. Es gibt auch viele Gastroparesen, dass der Magen nicht mehr sich bewegt. Kennt man gleich von Emma Kock, weiß nicht, ob du die Sängerin kennst aus den Niederlanden. Sind auch super Stimme und so eine Gastroparese muss dann eben mit Infusionen ernährt werden die ganze Zeit. Sehr unangenehm. Und Darmverschlüsse sind auch vorgekommen und das ist natürlich ein Riesenthema. Und da wird den Herstellern auch vorgeworfen, dass sie sich da nicht ausreichend damit beschäftigt hätten oder auch nicht die Leute ausreichend darüber informiert haben. Aber klar, wenn du dann dünn bist und erblindet bist, dann hast du nichts davon. Oder du bist dünn und kannst aber gar nichts mehr essen, weil du Magenentleerungsstörung hast, eine Gastroparese, der Magen sich nicht mehr bewegt. Also Gastroparese heißt, der Magen ist doch einfach so, bewegt sich nicht mehr. Normal müsste er sich bewegen, kontrahieren und dann geht das eben nicht mehr. Das ist auch keine superschöne Nebenwirkung auf Dauer dann da am Verschluss mit einer fetten OP oder dann auf der Intensivstation legst, willst du auch nicht hören. Deswegen, diese Nebenwirkungen sind schon ernsthaft zu betrachten. Und das ist für mich der Grund, das niemals lange zu nehmen. Ich könnte es mir maximal vorstellen. Als Starter ein bis drei Monate, niedrigste Dosierung, also auf gar keinen Fall hohe Dosierung für mich persönlich, und dann beenden. Man muss dann in dieser Zeit es einfach schaffen, sein Mindset zu ändern.

SPEAKER_00

Okay, I see. Für mich ist das ein Spiel mit dem Feuer immer so ein bisschen. Und ich frage mich halt, warum man diesen Schritt gehen sollte, wenn das jetzt nicht unbedingt irgendwie anders geht. Also wenn du nicht mehr aus dem Bett rauskommst, weil du dich da nicht rumrollen kannst und irgendwie Schilddrüsen-Thematiken hast oder halt Krankheiten, die dich wirklich dahin bringen, da würde ich das wie sehen. Aber das, was du jetzt alles beschrieben hast, geht ja alles wieder zurück auf den Mindset. Und meiner Meinung nach ist es ja so, dass wenn du nichts im Leben änderst, wird sich auch dein Mindset nicht ändern.

SPEAKER_01

Ah, beh. Überleg doch mal, wer nimmt denn Ocean Pick? Und Vegovi und Trollicity. Dicke Leute. Und dicke Leute haben Schmerzen, haben eine Schilddrüsenunterfunktion, sind ständig müde und schlapp, haben Verdauungsprobleme. Und jetzt kommst du mit Mindset ändern. Ich verstehe das, bin voll bei dir. Es ist die absolute Königsdisziplin. Der Mann wacht auf, keine Ahnung, dann ist er erstmal müde und schlapp, dann geht er aus dem Bett, dann tut ihm alles weh, dann geht er zur Arbeit, dann hängt er dort rum, ist müde. Wie soll der arme Kennis den Mindset ändern? Klar, denkt der natürlich nach mit Holysity zu arbeiten oder Vikovy oder Ozempik. Aber klappt halt nicht. Fängt schon schmerzhaft an, der Tag.

SPEAKER_00

Gut, aber hier, da würde ich dir direkt am Anfang widersprechen. Das erste, was du sagst, ist, das nehmen dicke Leute. Das glaube ich, ist eben nicht so. Sondern, also auch du bist jetzt nicht dick. Das heißt, man. Sobald man in unserer heutigen Welt das Gefühl hat, man hat irgendwie ein paar Kilo zu viel hat, denkt man eben schon drüber nach, weil es halt einfach geht. Also dick oder adipös fängt halt irgendwo an. Da würde ich die Diskussion noch wie anders verstehen. Aber mein Hauptgrund ist, dass das eben nicht nur Dicke nehmen. Es nehmen ganz viele, die einfach ein paar Kilo zu viel haben und nochmal für den Urlaub irgendwie fit sein sollen, weil das ist dieses gesellschaftliche Leitbild, was es trägt. Und das ist was, was ich ganz gefährlich finde. Und das zweite ist ja wieder das Mindset-Ding. Meiner Meinung nach ist ja alles, was wir erleben und was im Körper so passiert, ist halt ein Spiegel. Das heißt, unser Körper sendet uns ja dort Signale. Und wenn ich jetzt anfange, also die Sache hat ja irgendwo einen Beginn. Und wenn ich jetzt schaue, warum habe ich denn irgendwann mal angefangen, viel zu essen? Das hast du eben selber schön erzählt, wenn du dann anfängst, du hast diese Carvings, man will was, man hat dieses Verlangen. Das ist ein Belohnungssystem. Das heißt, man versucht sich dann über das Essen etwas zu geben, was in seinem Leben schon fehlt. Und das ist aus meiner Sicht schon das erste Warnsignal. Wenn man das halt für sich erkennt, dann sollte man sich halt die Zeit nehmen, weil zu dem Zeitpunkt hat man noch Energie und gucken, okay, warum? Gib mir denn gerade die Schokolade oder das Törtchen am Nachmittag mehr Glück als mein Job, ja, als mein Leben, als meine Beziehung, als was auch immer. Und wenn ich da nicht hingucke, dann mache ich das zu einem Automatismus. Weil mein System sagt dann, okay, Beziehung ist scheiße, Job ist scheiße, alles ist scheiße im Leben, aber Törtchen, ja, diese lecker, lecker. Und dann macht man das und holt sich die Belohnung halt über diese Ecke. Und abends gibt man dann lecker essen, nimmt auch nochmal einen Nachtisch dazu und belohnt sich da nochmal, weil der Tag ja so schwer war und das Leben ja sonst keine Süße mehr eben liefert. Und das sind alles Wahnsignale, die wir heute nicht nur wegignorieren, sondern auf die wir ja ganz oft noch stolz sind. Dass wir sagen, ich habe mir jetzt hier Mittags das Törtchen geholt und abends aber lecker essen und im Urlaub nichts gemacht, nur im Pool gelegen, lecker gegessen, gut getrunken. Und das ist aus meiner Sicht halt ganz gefährlich. Und der Körper, dem gefällt das auch nicht. Auch wenn der dir die Belohnung gibt, ja, gibt er dir auch eben Fett.

SPEAKER_01

Ja, dem Körper gefällt es natürlich nicht, aber das ist auch wie mit dem Rauchen. Warum rauchen Leute 20, 40 Zigaretten am Tag? Das ist ja so offensichtlich, dass das hochtoxisch ist. Man holt sich Gase und Dreck in die Lunge hinein und hustet das dann wieder raus. Und da musst du ja dann komplett abschalten, um das zu machen, weil sonst kannst du ja eigentlich gar nicht mehr begreifen, dass du dich mit dem Gift freiwillig vollsaugst und es dann wieder versuchst, direkt zu kriegen, was ja in der Regel nicht vollständig klappt. Also der Mensch hat irgendwie leider da tatsächlich eine Fehlprogrammierung. Und die finde ich persönlich ganz spannend, warum die da ist. Das ist eine gute Frage.

SPEAKER_00

Ich habe aus meiner Sicht das keine Fehlprogrammierung, sondern es ist ein fehlerhaftes Hinschauen und Beschäftigen mit dem eigenen Körper und den Signalen vom Körper. Weil auch Rauchen holst du dir eine Belohnung, du holst dir eine Pause, du kannst dich mal rausnehmen. Und das ist was, was dir das Leben sonst oft nicht gibt, in dem Fall. Und die Frage ist ja, wenn man sowas erkennt, das hat auch Rauchen, hat genau wie dieses erste Törtchen, hat irgendwo seinen Anfang. Und da redet der Körper mit uns. Und wir haben einfach nicht gelernt, dahin zu hören, was der Körper sagt. Und wenn wir Dinge über Monate oder Jahre ignorieren, führt das halt zu Folgen. Weil das ist eine einfache kausale Beziehung. Ich tue was und dann hat das Ganze nachher auch eine Wirkung und sammelt sich eben an. Und zurück auf dieses Gewichtsthema, das ist ja auch das, wo man halt bei Gewichtsthemen hat. Man hat halt eine Schutzfunktion, man hat eine Abgrenzfunktion. Es gibt ganz viele Dinge, die man dort eben wiederfindet, wenn man guckt, was will denn diese Krankheit oder dieses Symptom mir jetzt eigentlich sagen. Und auch das ist ja nur wieder eine Einladung, wo der Körper dir sagt, schau mal, ich schleppe da gerade was mit mir rum, ballast, und damit sollten wir uns mal beschäftigen. Das heißt, aus meiner Sicht sind das, das sehe ich ja immer beim Atmen, sind das eben ganz viele Emotionen, die noch nicht verarbeitet sind. Das heißt, diese Brüc zwischen Bewusstsein, dem, was ich verstehe und mit dem ich mich halt bewusst beschäftige, und dem, was für mein Unterbewusstsein wichtig ist auf der Gefühlsebene, die wurde noch nicht gemacht, diese Verarbeitung. Und dann muss der Körper den ganzen Scheiß ja irgendwo speichern und sagt, okay, dann schiebe ich dir das eben ins Fett rein.

SPEAKER_01

Dann musst du aber ganz früh in der Erziehung der Menschen anfangen. Weil wer weiß denn, diese Wahnsignale überhaupt zu deuten oder zu erkennen? Das ist ja das Riesenproblem. Wir liegen, wir denken ja nicht mehr oder beschäftigen uns nicht mehr damit. Wir haben jetzt KI-Assistenten, wir haben unsere Handys, wir haben Instagram oder wie sie alle heißen, die Social Media Tools. Das Denken wird ja immer mehr zurückgedrängt. Und ja, wenn du das tatsächlich diese Warnsignale erkennen möchtest, oder wenn die Leute das erkennen, dann müssen sie die erstmal kennen. Ich glaube, da müssen wir ganz viel. Machen, damit die Leute überhaupt mal erkennen, was Warnsignale sind.

SPEAKER_00

Definitiv. Also, das ist ja für mich, habe ich dir ja gesagt, einer der Hauptmotivatoren hier für unseren Podcast, dass wir die Leute ein bisschen motivieren, da hinzukommen. Weil ich glaube, wenn man das jetzt für sich erkennt, wir sind ja gerade in einer gesellschaftlichen Umbruch, wie du sagst, mit KI und all den Themen, dass die meisten Leute, haben wir auch gestern darüber geredet, überfordert sind. Das heißt, man merkt das im Straßenverkehr, man merkt das bei Aldi an der Kasse, die Leute sind einfach so krass überfordert, die kriegen nur noch das Nötigste irgendwie hin, weil man hat das Gefühl, die Welt ist so schnell, man kann nichts mehr verarbeiten. Und da braucht es halt ganz bewusst einen Moment, wo man sich zurücknimmt und sich mit sich selber beschäftigt. Und ich glaube, die Leute, die uns jetzt zuhören und viele Leute da draußen, machen das gerade, beschäftigen sich mit sich selber und sehen jetzt eben diese Fehler, dass man das früher in der Schule nicht gelernt hat, dass die Eltern das nicht gesagt haben, aber dass man jetzt merkt, das sind viele Dinge in der Welt im Ungleichgewicht und nicht mehr so, wie ich das brauche. Und auf einmal ist man bereit, da hinzugucken. Und genau die Leute können das ja der nächsten Generation, ihren Kindern schon mitgeben und sagen, hey, hör doch mal dahin, was will der Körper dir sagen oder was hast du gelernt? Und auf dem Weg dahin, da sehe ich jetzt, weil du zum Beispiel KI gesagt hast, gar nicht so als Böde, sondern das können wir ja auch aktiv nutzen, um da noch reinzugehen. Das heißt, egal was ich habe, ich kann ja einfach mal eingeben, spirituelle Bedeutung von, ne, und dann mein Symptom oder meine Krankheit und dann steht da halt irgendwas. Und bei Gewicht steht da vielleicht Schutzfunktion oder Speicherfunktion. Ich meine auch die ganzen Gifte, die wir aufnehmen, die ganzen Toxine, die müssen ja irgendwo hin im Körper. Die werden ja gebunden, unschädlich gemacht und dann halt gerne auf meinem Fett gespeichert. Deshalb haben ja auch viele Leute, die dann abspecken, nachher so Vergiftungserscheinungen. Und dann, wenn man dann nicht weiterkommt, kann man ja immer nochmal die KI fragen, was kann ich jetzt dagegen tun? Wie kann ich mich damit beschäftigen? Man muss ja nicht direkt sein ganzes Leben umkrempeln. Aber das ist aus meiner Sicht eine Möglichkeit, wieder nach innen zu schauen und damit auch die Energie, also das Bewusstsein, wo du deine Aufmerksamkeit hinschickst, geht ja deine Energie hin, auch wieder auf das Fett oder die überflüssigen Funde hier zu lenken, damit man dann im nächsten Schritt sagen kann, okay, wie werde ich die denn jetzt wieder los?

SPEAKER_01

Ja, da hast du noch einen ganz wichtigen Punkt genannt gerade bei OZMP und Konsorten, nämlich dass das zu massiven Entgiftungen führt und zu Entgiftungen machen echt viele Nebenwirkungen. Also da möchte ich auch nochmal die Nebenwirkungen vielleicht nochmal zusammenfassen von diesen Mitteln. Und die Entgiftung ist tatsächlich ein Riesenthema. Man merkt das dann zum Beispiel daran, dass man wieder am Schwindel wird, dass einem schlecht wird, dass man Ekzeme kriegt, dass einem die Haare grau werden, weil die Gift über die Haare, die Entgiftung auch über die Haare stattfindet, über die Haut stattfindet, dass man vielleicht auch Haarausfall hat, was man bei dir jetzt nicht sieht. Also du bist natürlich halt schon komplett vergiftet, wird es immer mehr. Und sieht auch gut aus, aber das kann tatsächlich ein Riesenthema werden, auch Durchfall kann ein Riesenthema werden. Deswegen empfehle ich ganz dringend wirklich Bindemittel bei der Abnehmspritze zu nehmen, dass man also wirklich darauf achtet, weil auch Durchfall ist ja eine Nebenwirkung, Bindemittel, Ballaststoffe mit dann zu machen, wenn man es denn machen möchte. Es gibt ja zwei Meinungen. Der Rolf sagt, lasst es sein, ändert euren Lebensstil. Und ich sage, es ist durchaus denkbar, es ein, zwei, drei Monate zu machen, aber dann nur in sehr niedrigen Dosierung und dann bitte mit Flankenschutz. Also Flankenschutz ist ganz wichtig, damit eben die Giftstoffe im Darm gebunden werden können. Und die andere starke Nebenwirkung ist natürlich der Jojo-Effekt. Und die dritte das Thema Muskelabbau. Das ist ja ein Riesenthema Muskelabbau, ne?

SPEAKER_00

Ja, das wäre ja auch was, wo ich gern noch reingehen würde, weil das ganze Thema Gewicht abnehmen ist ja schön. Wir stellen uns dann aber immer nur vor, dass jetzt eben das Fett weggeht und der Rest bleibt. Aber so funktioniert ja der Körper nicht. Der baut sich ja auch als ganzes System auf und ab. Und gerade durch die Einnahme solcher Medikamente haben wir aus meiner Sicht als eine der krassesten Nebenwirkungen eben diesen Muskelaufbau. Und das ist ja ein ganz starker, äh, Abbau, ja, Entschuldigung. Und das ist ja ein ganz starker Gesundheitsmarker, den wir heute auch sehen, wie Griffkraft und all die Dinge, dass wir sehen, das ist ja das, was uns im Leben noch aufrechthält. Das ist das, was uns Stabilität gibt, Kraft gibt, Gesundheit, Immunsystem ankurbelt und durch den Tag bringt. Und wie siehst du das denn dann in dem Zusammenhang?

SPEAKER_01

Ja, das sind, wie gesagt, die Nebenwirkungen, die die Leute dann einfach wegdrücken. Und Muskelabbau ist ein Riesenproblem, generell beim Abnehmen, weil die meisten eben Abnehmen halt falsch machen. Da hast du komplett recht. Man nimmt die Abnehmspritze und denkt, dann ist alles erledigt. Aber man nimmt dann eben Fett ab und man nimmt sehr viele Muskeln ab. Das sind dann die beiden Dinge, die dann verschwinden. Und die Protein- oder Eiweißmenge unseres Körpers ist eine der stärksten Longevity und Gesundheitsmarke überhaupt. Je mehr die sinkt, desto mehr kriegt man an Krankheiten, je mehr die Eiweißversorgung sinkt, desto weniger stark kann ich entgiften. Das heißt, ich nehme dann ab und die Toxine bleiben dann auch noch im Körper, dann kriege ich auch noch anständige Rückvergiftung. Und deswegen muss man dann natürlich flankenschutzmäßig eventuell einen Proteinpulver dazu nehmen oder Aminosäuren dazu nehmen oder Bindemittel dazunehmen. Also man braucht ganz viel Supplementation und eine gewisse Ernährungsumstellung, wobei die ja nicht richtig funktioniert, weil man ja keinen Hunger hat. Also jetzt zu sagen, mit der gescheiten Ernährung funktioniert es eben dann doch nicht, weil Sättigungsgefühl geht ja unter den Spritzen auf Null. Das heißt, da muss man halt sich mit Supplementen dann helfen, damit das eben mit dem Eiweißverlust nicht funktioniert. Und ich muss dann aber auch anfangen, im Lifestyle zu ändern. Das heißt, ohne Krafttraining und die ersten Maßnahmen, die du jetzt befürworten würdest, funktioniert es nicht.

SPEAKER_00

Da fängt das für mich jetzt aber an. Wenn ich jetzt ja mit Krafttraining da eh starten muss, kann ich ja auch direkt mal mit Kraft- oder Ausdauertraining starten, mit einer Ernährungsumstellung starten und mit dem Achten auf den eigenen Körper. Und dann bin ich ja allein nur dadurch schon auf dem Weg zum Abnehmen.

SPEAKER_01

Ja, wäre eine Option. Das ist, ja, tatsächlich ist eine Option, fragt sich nur, wie viel das schaffen.

SPEAKER_00

Ja, aber wie, schau, wenn du die Spritze nimmst, ja, und du sagst, du verteidigst das, indem du sagst, die Leute schaffen das nicht, die haben keine Energie, das ist alles so schwierig, das ist einfach Kacke, die können keinen Sport machen, weil alles Schmerzen sind, dann nehmen die die Spritze und die hilft ihnen. Dafür müssen sie nichts tun. Aber um die Spritze zu nehmen, müsst ihr ins Fitnessstudio gehen, sollt schwere Gewichte schleppen, sollt mal die Treppe statt den Aufzug nehmen. Wie wahrscheinlich ist das denn, dass jemand, der nicht schafft, auf sein Törtchen zu verzichten, nachher anfängt, für einen Marathon zu trainieren?

SPEAKER_01

Naja, wenn der jetzt einen Monat weg Govi nimmt, dann hat er ja schon kein Törtchen mehr, weil das Törtchen, das klappt ja nicht mehr mit dem Sättigungsgefühl, das ist weg. Und dann verliert er im ersten Monat vielleicht fünf Kilo.

SPEAKER_00

Ja, aber das weißt du doch gar nicht. Vielleicht lässt er ja sein Mittagessen ausfallen, weil er keinen Hunger hat und isst stattdessen nur noch Törtchen. Kann auch, theoretisch ja. Ja, aber das ist ja ein Problem. Also das ist immer lustig, aber die Leute, die checken das ja nicht. Weil wenn man sich mit dem Thema nur oberflächlich beschäftigt, mit allen Themen im Leben, dann denkt man, oh ja, lecker, hier Schnitzel, Pommes, Riesenteller, den lasse ich weg und dafür nur so ein klitzekleines Törtchen und die leckere Cola dabei. Das ist ja wenig, ne? Und wenig macht nicht dick.

SPEAKER_01

Ja, wenig macht in dem Fall nicht dick, weil Vegovi wirkt ja. Aber es ist auf jeden Fall ungesund, weil man hat dann wieder eine Stoffgruppe zu sich genommen, die im Endeffekt die Gesundheit verschlechtert. Aber das machen wir im zweiten Teil von diesem Podcast, den wir jetzt gerade über das Thema OZEMPI und Konsorten und Abnehmen machen. Da besprechen wir mal, wie man das wirklich richtig mit dem Abnehmen macht. Aber ja, im Endeffekt, wie gesagt, ich sage, es kann ein Start sein und wenn ich dann fünf Kilo verloren habe, dann kann ich vielleicht auch wieder besser mit dem Sport anfangen. Vielleicht fühle ich mich auch schon besser, wenn ich in den Spiegel schaue und das ist nicht mehr so fett, das Gesicht. Dann geht es mir besser und ich kann dann motiviert in den Tag stand. Oder andere Leute loben mich. Ich stehe auf und meine Frau sagt mir nicht mehr, boah, du bist so fett geworden. Als Begrüßung in der Früh.

SPEAKER_00

Sondern, ihr solltet doch noch an Kommunikation arbeiten.

SPEAKER_01

Sondern man startet mit, wow, heute James Bond-Figur. Also es kann ja dann kleine Änderungen geben, die Leute motivieren, dass sie dann das Leben ändern. Da gebe ich dir jetzt voll recht, wenn man diese Abnehmgeschichten macht, die Abnehmspritzen und man ändert gar nichts im Leben, dann hat man eigentlich komplett versagt. Dann hat man vorher versagt und mit der Spritze noch dazu nochmal versagt. Dann wird es auch hinterher nicht besser. Dann kriege ich mal einen Jojo-Effekt und dann fängt alles wieder von vorne an.

SPEAKER_00

Ja, aber dann nochmal meine Frage, wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass jemand, der es nicht schafft, sein Leben irgendwo zu ändern, dass er dann auf einmal die Kraft hat? Wo soll die denn herkommen?

SPEAKER_01

Also ich kenne ja, ja, also ich kenne jetzt einige, die es ja nehmen. Ich bin ja Arzt, ja. Ich gebe auch zu, dass ich es ab und zu verschreibe. Nicht sehr viel, aber ab und zu. Und ich kenne einige, die jetzt das sogar sehr lange machen, jetzt ein, zwei, drei Jahre, obwohl ich sie nicht empfehle, und die sich jetzt damit deutlich besser fühlen und glücklicher sind und weitermachen, weil die einfach so eine Not hatten, dass dann 130 Kilo, 140 Kilo, da ging gar nichts mehr und jetzt kommen die langsam eigentlich zurück ins Leben. Und ich kenne aber auch jüngere Leute, die es einfach tatsächlich nur machen, um Lifestyle zu verändern. Und da funktioniert es dann tatsächlich nur, wenn andere Leute sie motivieren. Also wenn es dann, wenn die, manche wären dann Nerds, sogar im Bereich Longevity, die fangen dann an, Nerds zu werden, beschäftigen sich damit. Dann fangen die aber komischerweise auch an, dann neben den Abnehmspritzen noch Metformin dazu zu nehmen, weil sie irgendwo gelernt haben, das wäre auch noch ein tolles Medikament. Oder sie nehmen noch das und jenes Medikament und dann fangen sie an, die ganzen Supplemente dazu zu nehmen. Und manche fangen sogar noch an mit Sport. Also ich kenne alle. Ich kenne aber auch die, die jetzt, wo du meinst, dass das eigentlich das Kernproblem ist, die gar nichts tun und die dann immer in diesen Jojo-Effekt kommen oder wieder anfangen. Also ich kenne alle drei Typen tatsächlich. Es gibt sie alle drei. Es gibt auch die, die dadurch ihr Leben ändern.

SPEAKER_00

Okay. Also ich kenne nur zwei, die das genommen haben und die bei mir im Coaching waren. Und da habe ich bei beiden eben gemerkt. Ich kannte die vorher und dann halt währenddessen oder danach. Und ich habe gemerkt, dass ich arbeite immer an den inneren Themen. Das heißt, wir haben ja die schöne Warum-Folge gemacht, wo man so ein bisschen reingeht und überlegt, warum will man das überhaupt machen. Und die Leute waren auf einem guten Weg, ihre inneren Emotionen oder Landkarte überhaupt mal freizulegen. Und das hat dieses Medikament extrem unterbrochen. Und das hat mich halt ganz stark zu dem Nachdenken gebracht, deshalb wollte ich auch gerne die Folge machen. Weil ich denke, dieses ganze Gewicht oder Fett ist halt auch ein Speicher von Emotionen. Und wenn du den unkontrollierst, verlierst, im Sinne von, dass du das nicht integrierst und verstehst, dein Körper eben verstehen kann, warum das jetzt weg ist und Zeit loszulassen davon, dann sorgt das dafür, dass du dich von dir selber wieder entfernst und eine gewisse Abtrennung hast zu deinem Innenleben. Und das ist für mich dahingehend problematisch, weil das ist ja der Grund, warum die Leute überhaupt im Coaching sind, weil die gemerkt haben, okay, ich mache hier mein Leben, ich habe den Job, ich habe die Beziehung, aber ich bin überhaupt nicht mehr glücklich. Und überhaupt, ich weiß gar nicht, wer ich bin. Und das ist was, was mich halt total beschäftigt, weil auch wenn ich mit Unternehmern rede, ist das immer das Ding, es geht ja immer um den Umsatz. Das heißt, wir schauen, wie viel Umsatz habe ich, wie viele Mitarbeiter habe. Und wenn ich das Ziel habe, egal wie hoch das ist, dann passiert XY. Und da frage ich auch immer, was passiert denn dann? Weil das Ding ist, wenn du das dann erreicht hast, passiert erstmal gar nichts, wenn du nicht weißt, warum, wonach du eigentlich gesucht hast. Und das ist das, wo ich das Gefühl habe, du kommst eben mit solchen Medikamenten nicht langfristig weiter oder nicht mal mittelfristig, sondern kurzfristig klar wird es was ändern, weil es einfach wie mit der Brechstange ist. Aber du hast ja nichts in deinem Leben geändert. Und wenn du ein Raucher bist, hörst du ja nur dann auf zu rauchen, wenn du dich nicht mehr als Raucher identifizierst. Das heißt, wenn du jetzt sagst, ja, nee, ich will gerade nicht rauchen, ich habe aufgehört, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du wieder rauchst, extrem hoch. Weil du siehst dich selbst ja noch als Raucher. Und so ist das auch bei Übergewicht. Der Moment, wo du aber sagst, ich bin eben kein übergewichtiger Mensch mehr oder kein Raucher mehr, sondern ich bin Sportler, ich bin was auch immer, ist ja ein Moment, wo du dich anders identifizierst. Und diese Identifikation ist das aus meiner Sicht, wo die Leute vorweglaufen und Angst haben, weil das bedingt natürlich ganz viel, was da mitkommt. Das heißt, man guckt, passt das Umfeld denn noch überhaupt. Also viele Leute, mit denen ich dann im Coaching rede, deren größte Sorge ist Familie und Freunde. Weil die sehen dich ja als diese Person. Du hast dich ja dein Leben lang als die Person vorgestellt, der du jetzt bist. Und wenn du jetzt auf einmal sagst vom gemütlichen Christian, mit dem man abends im Biergarten sitzt oder keine raucht oder irgendwo diese Identität geformt hat, bist du auf einmal der, der nie verfügbar ist, weil du für ein Triathlon trainierst, dann hat das extremen Impact auf dein Freundesystem, auf deine Beziehungen, auf deinen Job, weil du einfach Dinge anders siehst. Aber dann verändern sich auch ganz viele Sachen in deinem Leben, eben zum Positiven, die zu dieser neuen Rolle passen. Wenn du aber das Alte nicht loslassen kannst, so sehe ich das halt beim Gewicht, eben in Form von Freunden, von Familie, von Lifestyle-Faktoren, dann bist du auch nicht bereit, das Neue anzunehmen.

SPEAKER_01

Finde ich jetzt eine ganz tolle Erklärung. Gerade das Thema, wenn man dick wirkt, dann frisst man sich auch Emotionen rein und speichert die. Und das kann ich auch bestätigen. Also, das ist tatsächlich ein Riesenthema. Und wir machen ja einige spannende, alternative Dinge auch zum Abnehmen, bei dem man das tatsächlich dann auch merkt, dass diese Emotionen wieder freigesetzt werden. Und das machen wir dann in der Folge 2. Das finde ich persönlich auch überragend.

SPEAKER_00

Was kommt noch für Emotionen? Lass uns das hier noch einstreuen.

SPEAKER_01

Also, ich habe so eine Thematik, die ich immer wieder mache, oder eine Therapie. Da sind die Leute zehn Stunden wirklich gefangen in einem Raum und machen eine bestimmte Behandlung. Und in dieser Zeit haben sie sehr viele Möglichkeiten, darüber nachzudenken und sie verlieren in der Zeit auch Gewicht. Also die liegen da nicht nur rum, sondern verlieren da auch Gewicht. Und dieses Gewicht verlieren, diese Ruhe, die sich mit sich selbst beschäftigen müssen, weil du musst ja diese Zeit irgendwie irgendwas denken, das ist brutal. Aus da schreien manche, manchmal so aus dem Nichts heraus. Du bist da im Raum mit drin und auf einmal schreit die Person wie vom Blitz getroffen und manche fangen es weinen an. Und das ist extrem. Also da erschrickt man tatsächlich richtig. Aber man sieht, wie viel Energie in vielen gespeichert sind, unter anderem eben dann auch in diesem Fett an Energie gespeichert ist, die dann zum Beispiel über Emotionen rauskommt. Manchmal verstörend, manchmal bewegend. So wie es Leben hat.

SPEAKER_00

Ja, ich glaube, verstörend ist ja nur eine Betrachtung. Das heißt, man gibt dem Ganzen eine Bewertung, ja, und dann kann es verstörend sein, weil es nicht ins eigene Weltbild passt. Da versuche ich mich, das natürlich nicht einfach immer von zu lösen, weil du weißt ja nie, was jemand für eine Geschichte hat, warum er bestimmte Emotionen hat und du weißt auch nie, warum er die auf diese Weise nachher rauskriegen muss.

SPEAKER_01

Das hat mir mal ein weißer Mann gesagt. Er hat gesagt, ich soll nicht so viel bewerten, weil ich weiß nicht, welches Päckchen der andere trägt.

SPEAKER_00

Ja, genau. Also das ist die Arbeit, die ich jetzt mache, hat mich da super demütig gemacht. Ich wäre früher der König im Bewerten gewesen und merke jetzt, okay, du weißt nie, was jemand für ein Leben hatte. Das andere, was du gesagt hast, aber schön, weil das ist ja ein bisschen der Spiegel von dem, was ich eben erklärt habe. Weil wenn man in dieser Behandlung ist und die Emotionen kommen ja nicht nur raus, weil man das Gewicht verliert, sondern eben, weil man, wie du gesagt hast, zehn Stunden eingesperrt ist. Man ist gezwungen, sich mit sich zu beschäftigen. Und diese Kombination von ich verliere Gewicht, aber ich beschäftige mich auch damit, warum es Zeit ist, das gehen zu lassen, das ist ja Integration. Und genau diese Integration ist aus meiner Sicht das, was heute zu kurz kommt.

SPEAKER_01

Richtig, definitiv. Das heißt, man kann abschließend zu dieser Folge eigentlich sagen, ideal wäre es, wenn man von Anfang an eigentlich verstehen würde, warum man dieses Übergewicht hat oder an den Themen arbeiten würde, die das ausgelöst hätte, wenn man mehr verstehen würde, was dahinter steckt und mehr an diese Ursachen gehen würden. Aber aus meiner Sicht, da kannst du gerne widersprechen, ist es durchaus okay, wenn man sehr niedrig dosiert, wenn man das eben nicht schafft, eventuell auch zu einem Medikament greift, aber nicht lange, weil Medikamente haben wahnsinnig hohe Nebenwirkungen, gerade ernsthafte Nebenwirkungen sind ein Riesenthema. Wir haben aber auch Nebenwirkungen wie Eiweißverlust, wir haben Nebenwirkungen wie Jojo-Effekt, wir haben Nebenwirkungen wie Gastroparese, Erblindung, Netzhauttablösung. Also extrem viele, die man sich genau überlegen sollte, ob man das machen sollte und wenn man das Glanze nicht begleitet und nicht im Rahmen seiner, sag ich mal, Spritzentherapie dann nicht darauf achtet, dass man dann spätestens dann switcht, was du schon am Anfang machen würdest, was ich dann empfehle, mindestens in den ersten drei Monaten zu schaffen. Wenn man das eben nicht schafft, dann hat das Ganze überhaupt nichts gebracht.

SPEAKER_00

Ich denke, es geht nicht darum, Gewicht zu verlieren, sondern vielmehr etwas loszulassen, das der Körper lange getragen hat. Und dafür musst du dich mit dir beschäftigen, weil sonst erkennst du das nicht. Das ist wie wenn du zu Hause aufräumen willst, du musst halt aufräumen, du musst gucken, was kann weg. Und wenn du dich damit beschäftigst, bist du auch mit dir im Reinen, weil du weißt, dass du das jetzt eben gehen lassen kannst. Und dann ändert sich auch dein Mindset. Und wenn dir einfach einer was wegmacht, ohne dass du dich damit beschäftigst, dann ist das meiner Meinung nach der Grund, warum auch der Jojo-Effekt kommt, weil du hast ja nichts im Außen und eben auch im Inneren geändert, sondern es ist einfach nur was weggenommen worden. Und das sieht man ja bei Leuten, die zum Beispiel arm sind und dann im Lotto gewinnen. Die können nicht damit umgehen, sagt man dann, und haben das Geld verpasst. Aber das ist ja genau das. Du beschäftigst nicht damit, du weißt nicht, wo es hergekommen ist und dann ist es halt auch genauso schnell wieder weg. Wohingegen jemand, der das erarbeitet hat und dieses Verständnis, diese Integrationsarbeit gemacht hat, der kann das viel länger halten oder weiter ausbauen, whatever, weil der eben mit diesem Thema sich beschäftigt hat.

SPEAKER_01

Hammer. Das ist also eine sehr schöne Zusammenfassung, finde ich, von dem heutigen ersten Teil. Schreiben wir eigentlich so kleine Zusammenfassungen am Ende unseres Podcasts und geben den Leuten Tipps oder machen wir das.

SPEAKER_00

Wir geben nochmal drei Tipps mit.

SPEAKER_01

Muss ich jetzt anfangen?

SPEAKER_00

Ja, du hast auch angefangen.

SPEAKER_01

Also mein Tipp Nummer eins ist ganz klar, Abnehmspritzen, ohne zu wissen, warum das überhaupt dazu gekommen ist, machen keinen Sinn. Das heißt, beschäftigt euch, bevor ihr euch mit dem Frage beschäftigt, wollt ihr sie nehmen oder wollt ihr sie nicht nehmen, beschäftigt euch mal mit, warum habt ihr überhaupt es zu dem Punkt gebracht, dass ihr diese Abnehmspritzen braucht. Und diesbezüglich werde ich mich auch gleich in einer persönlichen Beratung vom Peakwolf geben.

SPEAKER_00

Mein Core-Check Nummer zwei wäre hier das Thema Lifestyle und Identifikation mal wirklich anzuschauen. Weil wenn du nicht weißt, als wen du dich identifizieren sollst, und wie diese Person aussieht, dann weiß das auch dein Körper nicht. Und dann schickt er dir halt die ganze Zeit widersprüchliche Signale, weil da in dir was in Reibung ist, was aufgelöst werden will. Und deshalb würde ich immer alternative Themen empfehlen, wie natürlich Atemarbeit, sich mit sich beschäftigen, Meditation, whatever. Weil ich denke, da kommt die eigentliche Motivation her, dass man was verändern kann.

SPEAKER_01

Und der Kurtscheck Nummer drei, wenn du wirklich abnehmen willst, dann hör dir unbedingt auch den zweiten Teil an, weil da besprechen wir, welche Alternativen es zum gesunden Abnehmen gibt. Und wenn du es trotzdem machen möchtest, bevor du den zweiten Teil hörst, mit den Abnehmspritzen, dann sorge für den Flankenschutz und der Flankenschutz. Das sind Eiweißpulver, Aminosäuren, das ist Protein, was der Körper braucht, damit er eher nicht auseinanderfällt. Und das sind vor allen Dingen ganz viele Bindemittel, vor allen Dingen im Darm. Bindemittel, die die Schadstoffe ausleiten, denn ohne das Abbinden dieser Giftstoffe kann es ganz schön in die Hose gehen. Und beschäftigt euch mit den Nebenwirkungen dieser Spritze, denn das bewahrt euch vielleicht vor einem größeren Schaden.

SPEAKER_00

Genau. Danke dir, lieber Christian. Danke euch fürs Zuhören. Wir haben, wie der Christian schon angetönt hat, in der nächsten Folge wollen wir das Ganze mal ein bisschen tiefer beleuchten. Da gehen wir nicht so oft die sozialen Themen ein. Was führt dazu, dass wir Gewicht zunehmen? Wie funktioniert das im Körper, sondern wir gucken, warum ist wirklich im Körper, was sind Mechanismen, die dazu führen, dass man Gewicht zu oder abnimmt und was passiert dann, beziehungsweise was sollte man beachten, um diesen Flankenschutz optimal zu machen.